Mäuse im Haus: Anzeichen, Geräusche in Wand und Decke, was tun

Kurz beantwortet:Mäuse im Haus erkennen Sie an dunklem, spindelförmigem Kot von 3 bis 8 Millimetern, angenagten Verpackungen und nächtlichem Kratzen, Rascheln oder Trippeln in Wänden und Zwischendecken. Räumen Sie offene Lebensmittel weg, stellen Sie Schlagfallen an die Laufwege und suchen Sie die Einstiege, denn Hausmäuse passen durch Spalten ab etwa 6 Millimetern.
Mäuse im Haus erkennen: die sicheren Anzeichen
Die meisten Menschen bemerken Mäuse im Haus nicht an der Maus, sondern an ihren Spuren. Das sicherste Zeichen ist Kot. Mäusekot ist laut ADAC etwa drei bis acht Millimeter lang, dunkel und spindelförmig, also an beiden Enden etwas spitz. Er liegt dort, wo Mäuse laufen und fressen: an Fußleisten, in Ecken, hinter Möbeln, im Vorratsschrank und in der Schublade mit dem Besteck. Wie Sie ihn von Rattenkot oder Insektenkot unterscheiden, zeigt unser Ratgeber „Mäusekot erkennen“.
Dazu kommen Nagespuren. Mäuse müssen ständig nagen, weil ihre Zähne nachwachsen. Angefressene Nudel- und Müslipackungen, kleine Löcher in Tüten, Nagespuren an Holz und an Kabeln sind typisch. An Wänden und Fußleisten hinterlassen sie dunkle Schmierspuren und kleine Pfotenabdrücke. Hält der Befall schon länger an, riecht es in geschlossenen Räumen wie Keller oder Speisekammer streng nach Urin.
Eine einzelne Maus, die abends über den Küchenboden huscht, ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zum Handeln. Wo eine Maus Futter und Wärme findet, ziehen andere nach, und Mäuse vermehren sich schnell. Im Herbst und Winter suchen sie besonders häufig Schutz in Häusern, auf Dachböden und in Garagen. In den meisten Häusern beginnt es in Keller, Garage oder Hauswirtschaftsraum. Von dort ziehen die Mäuse entlang von Rohren und Leitungen weiter in die Küche, weil es dort Futter gibt.
Geräusche in Wand und Zwischendecke: Maus, Ratte, Marder oder Siebenschläfer?
Viele rufen uns an, weil es nachts in der Wand kratzt und sie nicht wissen, wer dort wohnt. Die Geräusche verraten viel. Mäuse machen sich laut ADAC vor allem nachts durch Kratzen, Rascheln und Trippeln in Wänden, auf dem Dachboden und in Hohlräumen unter dem Bodenbelag bemerkbar. Es klingt leicht und schnell, als würde jemand mit den Fingernägeln über Papier fahren. Typisch sind Vorwandinstallationen in Bad und Küche, Trockenbauwände und die Zwischendecke zwischen zwei Etagen.
Ratten sind schwerer und lauter. Sie nagen hörbar, scharren und laufen bevorzugt an Mauern entlang. Das Umweltbundesamt beschreibt Wanderratten vor allem in Kellern von Wohnhäusern, in Altbauten dringen sie auch in Wohnungen ein. Hören Sie es im Keller oder im Erdgeschoss nagen, und liegt dort Kot von ein bis zwei Zentimetern, ist es eher eine Ratte. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber „Ratten im Haus“.
Poltert es nachts auf dem Dachboden, als würde jemand mit Murmeln spielen, ist oft ein Steinmarder eingezogen. Laut der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt treten Lärmstörungen besonders während der Jungenaufzucht und der Paarungszeit von April bis September auf. Marderkot ist acht bis zehn Zentimeter lang, Mäusekot nur wenige Millimeter. Schreit und quiekt es im Sommer auf dem Dachboden, kann es auch ein Siebenschläfer sein. Der NABU beschreibt ihn als nächtlichen Poltergeist mit lauten Rufen. Siebenschläfer halten Winterschlaf und sind anders als Hausmaus und Ratte nicht vom Artenschutz ausgenommen. Bei einem Siebenschläfer gilt deshalb: nicht fangen, nicht bekämpfen, sondern beraten lassen.
Auch die Jahreszeit hilft beim Einordnen. Kratzt es im November oder Dezember in der Wand, ist ein Siebenschläfer unwahrscheinlich, er schläft dann. Marder sind zwar ganzjährig aktiv, am lautesten aber im Frühjahr und Sommer. Leises, wanderndes Kratzen in einer Innenwand mitten im Winter spricht am ehesten für Mäuse.
Maus
- Leises Kratzen, Rascheln, Trippeln
- Nachts in Wand, Decke, unter dem Boden
- Kot 3 bis 8 mm, spindelförmig
- Ganzjährig, im Herbst und Winter häufiger
Ratte
- Lauteres Nagen und Scharren
- Meist Keller und Erdgeschoss
- Kot 12 bis 20 mm, spitz zulaufend
- Kommt oft über Kanal und Kellerfenster
Marder
- Poltern und Rennen auf dem Dachboden
- Nachts, laut vor allem April bis September
- Kot 8 bis 10 cm, wurstförmig, gedrehte Spitze
- Unterliegt dem Jagdrecht
Mäuse in der Wand und in der Zwischendecke: was dort passiert
Hohlräume sind für Mäuse ideal: warm, dunkel, ungestört. Sie nutzen Installationsschächte, die Dämmung zwischen den Balken und den Raum hinter Vorsatzschalen als Laufweg und Nistplatz. Dabei richten sie Schaden an. Der ADAC nennt beschädigte Dämmung in Wänden und am Dach und angenagte Elektrokabel, die einen Brand auslösen können.
Die Maus in der Wand müssen Sie nicht in der Wand fangen. Sie kommt zum Fressen heraus, und zwar an festen Stellen: wo Rohre unter der Spüle durch die Wand gehen, an der Revisionsöffnung im Bad, an Lücken hinter der Einbauküche oder am Übergang vom Kniestock zum Dachboden. Suchen Sie an diesen Stellen nach Kot und stellen Sie dort die Fallen auf. Wie das richtig geht, steht in unserem Ratgeber „Mausefalle aufstellen“.
Von Gift in Hohlräumen raten wir ab, ganz unabhängig davon, dass Privatleute es seit 2026 nicht mehr kaufen dürfen. Vergiftete Mäuse sterben oft in unzugänglichen Verstecken und verwesen dort. Den Geruch einer toten Maus in der Zwischendecke werden Sie wochenlang nicht los. Wände aufzustemmen ist fast nie nötig, wenn man die Ausgänge kennt. Finden Sie aber angenagte Leitungen an einer Revisionsöffnung oder flackert irgendwo das Licht, lassen Sie die Elektrik von einem Elektriker prüfen.

Wo kommen die Mäuse rein? Einstiege finden
Ohne Einstieg keine Maus. Hausmäuse kommen laut ADAC durch Mauerspalten von nur sechs Millimetern, etwa so dick wie ein Bleistift. Das Umweltbundesamt nennt Spalten, Löcher, Katzenklappen und Drainagen als typische Zugänge. In der Praxis finden wir die Lücken vor allem an Rohr- und Kabeldurchführungen in Keller und Hauswand, an undichten Kellerfenstern und Lichtschächten, an Lüftungsöffnungen, unter Haus- und Garagentoren und am Übergang von Wand zu Dach.
Gehen Sie einmal mit der Taschenlampe ums Haus und durch den Keller. Achten Sie auf frischen Kot, dunkle Schmierspuren an Kanten und Nagespuren an Holz und Dichtungen. Ein Spalt, an dem Spinnweben unberührt hängen, wird nicht benutzt.
Kleine Löcher stopfen Sie mit Stahlwolle und schließen sie mit Mörtel oder Silikon, größere Öffnungen sichern Sie mit Metallgitter, Tore und Türen mit Bürstendichtungen. Bauschaum allein hält Mäuse nicht auf, sie nagen sich hindurch. Verschließen Sie den letzten Einstieg erst, wenn Sie sicher sind, dass keine Mäuse mehr im Haus sind, oder wenn drinnen Fallen stehen.
Maus in der Wohnung: Sofortmaßnahmen für heute Abend
Erstens: Futter wegräumen. Füllen Sie Mehl, Nudeln, Müsli, Nüsse und Tierfutter in Gläser oder Dosen aus Metall oder hartem Kunststoff. Lassen Sie über Nacht keine Krümel, kein Obst und keinen gefüllten Futternapf stehen. Gerade in der Adventszeit mit Plätzchen und Nüssen ist das die wirksamste Einzelmaßnahme.
Zweitens: Fallen aufstellen. Schlagfallen oder Lebendfallen gehören an die Wand, dort wo Sie Kot gefunden haben, mit wenig Erdnussbutter oder Nougatcreme als Köder. Mit Kindern oder Haustieren im Haushalt stellen Sie Schlagfallen in eine geschlossene Box. Ultraschallgeräte sparen Sie sich, warum, erklärt unser Ratgeber zum Thema Ultraschall. Auch auf die Katze ist kein Verlass. Hunde und Katzen können laut Umweltbundesamt vielleicht dazu beitragen, dass sich Mäuse gar nicht erst ansiedeln, einen vorhandenen Befall beseitigen sie aber nicht.
Drittens: Hygiene. Kot und tote Mäuse räumen Sie nur mit Einmalhandschuhen weg, in Innenräumen mit FFP2- oder FFP3-Maske. Mäuse können Hantaviren übertragen, die Erreger stecken in Kot und Urin und gelangen mit aufgewirbeltem Staub in die Atemwege. Deshalb vorher lüften, Kot mit Wasser besprühen und nicht saugen. Wohnen Sie zur Miete, sagen Sie Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung Bescheid, denn die Einstiege liegen oft im Gemeinschaftsbereich.
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie Spuren in mehreren Räumen oder Etagen finden, wenn es in mehreren Wänden oder der Zwischendecke kratzt, wenn nach ein bis zwei Wochen mit Fallen immer noch frischer Kot liegt oder wenn Kabel angenagt sind. Auch im Mehrfamilienhaus lohnt sich der Fachbetrieb früh, weil die Mäuse durch Schächte von Wohnung zu Wohnung ziehen.
Wir gehen zuerst einmal ums Haus und durch Keller und Dachboden, suchen die Einstiege und die Stellen, an denen die Mäuse aus den Hohlräumen kommen. Danach stellen wir verschlossene Köderboxen und Fallen und kontrollieren, bis kein neuer Befall mehr da ist. Die Einstiege zeigen wir Ihnen, damit Sie oder Ihr Handwerker sie dauerhaft schließen können. Mäusegift mit Blutgerinnungshemmern dürfen Privatleute seit April 2026 nicht mehr kaufen und Restbestände nur noch bis zum 22. Oktober 2026 auslegen. Im Fachbetrieb setzen geschulte, sachkundige Schädlingsbekämpfer Köder gezielt und sicher ein. Die Mäusebekämpfung kostet bei uns 330 € Festpreis für bis zu zehn Köderboxen, die Erstinspektion 80 €, die wir bei Auftrag verrechnen. In Hamburg und im Umland sind wir meist noch am selben Tag da.
Vorbeugen: das Haus vor dem Winter dicht machen
Mäuse kommen, wo sie Zugang, Futter und Wärme finden. Das Umweltbundesamt rät, Zugänge zu verschließen, Lebensmittel und Tierfutter unzugänglich aufzubewahren, Bioabfall richtig zu kompostieren und Unrat zu beseitigen, der Unterschlupf bietet. Dazu gehören Kartonstapel im Keller, Holzstapel direkt an der Hauswand und Vogelfutter auf dem Boden.
Der beste Zeitpunkt ist der frühe Herbst, bevor die Nächte kalt werden. Warum gerade dann so viele Mäuse ins Haus wollen, steht in unserem Ratgeber „Mäuse im Herbst“. Welche Methoden beim Vertreiben wirken und welche nicht, zeigt der Ratgeber „Mäuse vertreiben“.
Mäusebekämpfung vom Fachbetrieb - Festpreis am Telefon, oft noch am selben Tag.Quellen
- ADAC: Mäuse vertreiben und bekämpfen
- Umweltbundesamt: Wanderratte
- Umweltbundesamt: Welche Nagetiere dürfen bekämpft werden?
- Umweltbundesamt: Rodentizide
- Senatsverwaltung Berlin: Der Steinmarder
- NABU: Siebenschläfer
- infektionsschutz.de: Erregersteckbrief Hantaviren
- Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg: Informationen zur Rattenbekämpfung
Stand der Angaben: 15.10.2026. Geprüft von Heiko Kirschner.
Mäuse im Haus: häufige Fragen
Was tun bei Mäusen im Haus?
Räumen Sie zuerst alle offenen Lebensmittel und das Tierfutter in dichte Behälter. Stellen Sie dann Schlag- oder Lebendfallen direkt an die Wand, dort wo Kot liegt, mit etwas Erdnussbutter als Köder. Suchen Sie die Einstiege und verschließen Sie sie mit Stahlwolle und Mörtel. Finden Sie nach zwei Wochen noch frischen Kot, rufen Sie einen Fachbetrieb.
Wie hören sich Mäuse in der Wand an?
Mäuse in der Wand klingen leise und schnell: Kratzen, Rascheln und Trippeln, meist nachts und an wechselnden Stellen. Ratten nagen und scharren deutlich lauter und sitzen eher im Keller. Lautes Poltern auf dem Dachboden spricht für einen Marder, Schreien und Quieken im Sommer für einen Siebenschläfer. Kotfunde bringen die sichere Bestimmung.
Maus oder Ratte: Wie finde ich heraus, was im Haus ist?
Am sichersten am Kot. Mäusekot ist drei bis acht Millimeter lang, Rattenkot laut Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt zwölf bis zwanzig Millimeter und drei bis sieben Millimeter dick. Ratten sind lauter, laufen meist im Keller und Erdgeschoss und nutzen Löcher von wenigen Zentimetern. Mäuse finden Sie dagegen auch im Obergeschoss und im Küchenschrank.
Gehen Mäuse von alleine wieder weg?
Nein, nicht solange sie Futter, Wärme und Unterschlupf finden. Im Herbst und Winter bleiben sie erst recht im Haus. Mäuse vermehren sich schnell, aus wenigen Tieren wird in kurzer Zeit ein Befall. Warten macht die Sache größer. Futter wegräumen, Fallen stellen und Einstiege schließen hilft, Abwarten nicht.
Ist eine einzelne Maus in der Wohnung schlimm?
Eine einzelne Maus ist kein Notfall, aber ein Hinweis auf einen Einstieg. Stellen Sie mehrere Fallen an die Wand und räumen Sie Vorräte weg. Fangen Sie die Maus und finden danach keinen neuen Kot mehr, war es vermutlich ein Einzeltier. Kommen weitere Spuren dazu, suchen Sie den Einstieg oder lassen Sie ihn suchen.
Sind Mäuse im Haus gefährlich?
Mäuse können über Kot, Urin und Speichel Krankheitserreger übertragen, darunter Hantaviren. Sie verunreinigen Lebensmittel und nagen an Kabeln, was Kurzschlüsse und Brände auslösen kann. Gefährlich wird es vor allem beim Aufräumen von Kot: Tragen Sie Handschuhe und Maske, besprühen Sie den Kot mit Wasser und saugen Sie nicht.
Was tun, wenn Mäuse in der Zwischendecke sind?
Die Decke müssen Sie dafür selten öffnen. Mäuse kommen zum Fressen aus dem Hohlraum heraus, etwa an Rohrdurchführungen, Revisionsöffnungen oder hinter der Einbauküche. Stellen Sie dort Fallen auf und verschließen Sie die Einstiege von außen. Kein Gift in Hohlräume, sonst verwesen die Tiere dort. Bei Geräuschen in mehreren Decken hilft ein Fachbetrieb.