01Der Floh entwickelt sich im Teppich, nicht am Tier
Der Floh lebt nicht dauerhaft auf dem Tier, er sucht es zum Blutmahl auf. Die Eier sind glatt und fallen dort ab, wo das Tier sich aufhält: in den Teppich, in Polsterritzen, zwischen Dielen, in die Hundedecke, in die Fuge hinter der Fußleiste. Dort entwickeln sich die Larven im Staub, zurückgezogen und lichtscheu.
Daraus folgt der wichtigste Satz zum Thema: Der weitaus größte Teil eines Flohbefalls sitzt nicht auf dem Haustier, sondern in der Wohnung. Wer nur das Tier behandelt, entfernt die sichtbaren Tiere und lässt die Entwicklungsstadien zurück. Kurze Zeit später ist das Tier wieder besetzt, und es entsteht der Eindruck, das Mittel habe nicht gewirkt.
02Das Puppenstadium erzwingt die zweite Behandlung
Zwischen Larve und fertigem Floh liegt das Puppenstadium. Die Puppe steckt in einem klebrigen Kokon tief im Teppichflor oder in der Ritze und ist gegen die üblichen Mittel weitgehend unempfindlich. Sie schlüpft außerdem nicht nach Plan, sondern auf Reiz hin: Erschütterung, Wärme, Kohlendioxid. Deshalb springen Flöhe oft geballt los, wenn eine Wohnung nach Urlaub oder Leerstand wieder betreten wird.
Aus dieser Biologie ergibt sich die Wiederholungsbehandlung. Der erste Termin erfasst die aktiven Stadien, der zweite die Tiere, die verzögert aus den Puppen nachgeschlüpft sind. Eine einmalige Anwendung kann den Zyklus nicht schließen. Wie viele Termine nötig sind, hängt an Fläche, Bodenbelag und Tierhaltung, den Festpreis nennen wir vorher am Telefon.
03Tierarzt und Umgebung gehören in dieselbe Woche
Die Behandlung des Tieres macht Ihr Tierarzt, die Wohnung übernehmen wir. Jede Seite für sich wirkt nur so lange, wie die andere nicht nachliefert, deshalb stimmen wir den Zeitpunkt ab und Sie halten den Schutz des Tieres danach aufrecht.
Ein Befall ohne eigenes Haustier ist möglich und nicht selten. Flöhe bleiben nach Vormietern in der Wohnung, kommen über besuchende Tiere herein oder stammen von einem Wirtstier über der Decke. Wenn es Hinweise auf Vogelbesatz oder einen Marder auf dem Dachboden gibt, sehen wir dort nach, sonst wird die Wohnung immer wieder neu beliefert und die Behandlung läuft ins Leere.
04Was vor und nach dem Termin bei Ihnen liegt
Vorbereitung und Nacharbeit sind Teil des Verfahrens. Vor dem Termin: Boden frei räumen, auch unter Betten und Sofas, Textilien mit Tierkontakt heiß waschen oder in den Trockner geben, Decken, Körbchen und Kratzbäume bereitstellen.
Nach der Behandlung wird gesaugt, gründlich und über Wochen regelmäßig. Das ist keine Fleißaufgabe: Die Erschütterung reizt die Puppen zum Schlüpfen, die Tiere geraten dadurch in den behandelten Bereich, und genau das soll passieren. Den Beutel jedes Mal verschließen und außerhalb der Wohnung entsorgen. Feucht gewischt oder shampooniert wird erst, wenn wir es freigeben, weil der Wirkstoff sonst vom Boden entfernt wird, bevor er seine Aufgabe erfüllt hat.
05Katzenfloh, Hundefloh und was Flöhe übertragen
In Hamburger Wohnungen ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) mit Abstand der häufigste, danach folgt der Hundefloh (Ctenocephalides canis). Beide sind nicht auf ihr Tier festgelegt: Katzenflöhe sitzen auch auf Hunden, und beide Arten stechen Menschen, wenn das Tier nicht verfügbar ist. Menschenflöhe sind heute selten. Wer keine Haustiere hat und trotzdem Flöhe, sollte an Vogelnester am Haus, Igel im Garten oder einen Befall aus der Vormieterwohnung denken.
Flöhe sind Parasiten, und ihre Stiche jucken nicht nur. Durch Kratzen kann sich die Haut entzünden, manche Menschen und Tiere reagieren allergisch auf den Speichel. Außerdem können Flöhe Bandwürmer übertragen: Haustiere nehmen beim Putzen infizierte Flöhe auf. Deshalb gehört die Behandlung beim Tierarzt immer dazu, parallel zur Behandlung der Wohnung. Die Flohbekämpfung in Hamburg setzt bei uns dort an, wo der Großteil der Population lebt: als Eier, Larven und Puppen in Teppichen, Polstern und Ritzen.