Wespen & Hornissen in Bergedorf Altstadt, Villen und Marschland
Bergedorf mischt Bautypen wie kaum ein anderer Hamburger Stadtteil, und jeder bringt seine eigenen Nistplätze mit. In der Altstadt mit ihren Fachwerk- und Giebelhäusern sitzen die Nester gern hinter Holzverschalungen, in Dachkästen und in ungedämmten Dachböden. Im Villenviertel sind es die breiten Dachüberstände und alte Rollladenkästen, in den Neubaugebieten an der Bille die schmalen Lüftungsschlitze moderner Rollladenkästen und Fassadenanschlüsse.
Die Nähe zu den Vier- und Marschlanden verschiebt das Bild zusätzlich: Gartenhäuser, Scheunen, Gewächshäuser und Komposte sind dort klassische Nestplätze, dazu Erdnester in Rasenflächen und Böschungen. Ab Juli, wenn Obst reift und die Völker ihre größte Stärke erreichen, häufen sich die Anrufe. Bis Ende September bleibt das Nest aktiv, mit dem ersten Frost stirbt das Volk ab, und ein altes Nest wird nie wieder bezogen.
Für Bergedorf gilt Hamburger Recht: Wespen genießen den allgemeinen Artenschutz, ein Nest darf nur bei einem vernünftigen Grund entfernt werden, etwa bei Allergikern, Kindern oder einem Nest direkt am Eingang. Hornissen sind besonders geschützt, hier stimmen wir eine Umsiedlung mit der zuständigen Naturschutzbehörde ab. Herr Kirschner hat die Sachkunde für Wespen- und Hornissenumsiedlung.