Hornissennest erkennen: Aussehen, Größe und was tun

Hornissennest erkennen: Aussehen, Größe und was tun

Kurz beantwortet:Ein Hornissennest erkennen Sie an der ocker- bis bräunlichen, grob gestreiften Papierhülle, die unten offen ist, und an den großen, rotbraun-gelben Tieren von 18 bis 35 Millimetern. Es sitzt immer geschützt in Hohlräumen wie Vogelkästen, Schuppen, Dachböden oder Rollladenkästen. Hornissen sind besonders geschützt, das Nest darf nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde umgesiedelt werden.

Wie sieht ein Hornissennest aus?

Ein Hornissennest besteht aus einer papierartigen Masse, die die Königin und später die Arbeiterinnen aus zerkautem, morschem und verwittertem Holz herstellen. Deshalb ist die Hülle ocker bis bräunlich und wirkt grob, mit sichtbaren Streifen in unterschiedlichen Brauntönen. Innen hängen nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde fünf bis acht waagerechte Wabenetagen untereinander. Ein ausgewachsenes Nest wird bis zu 60 Zentimeter hoch und etwa 30 Zentimeter breit.

Das sicherste Merkmal ist die Unterseite. Das Nest der Europäischen Hornisse ist nach unten offen, der offene Nestboden dient als Flugloch. Darunter sammeln sich oft Abfälle: tote Tiere, Reste erbeuteter Insekten und dunkle Kotspritzer. Ein Nest mit einem solchen Abfallhaufen darunter ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hornissennest.

Auch der Ort verrät viel. Europäische Hornissen bauen immer geschützt in Hohlräumen: in Baumhöhlen, Vogelkästen, Schuppen, Dachböden, hinter Holzverschalungen und in großen Rollladenkästen. Ein großes, frei in einer Baumkrone hängendes Kugelnest ist dagegen ein Warnzeichen für die Asiatische Hornisse.

Gehen Sie zum Bestimmen nicht direkt ans Nest. Aus drei bis vier Metern erkennen Sie Farbe der Hülle, Größe der Tiere und Flugverhalten völlig ausreichend. Ein Foto mit dem Zoom des Telefons genügt für eine erste Einschätzung, und genau das schicken uns viele Kunden vor dem ersten Anruf.

Hornisse: Größe, Aussehen und Verhalten der Tiere

Die Europäische Hornisse ist die größte heimische Wespenart. Arbeiterinnen werden nach Angaben des Umweltbundesamts 18 bis 25 Millimeter lang, die Königin bis zu 35 Millimeter. Zum Vergleich: Arbeiterinnen der Deutschen und der Gemeinen Wespe messen 11 bis 16 Millimeter, deren Königinnen bis 20 Millimeter. Kopf und Brust der Hornisse sind rotbraun, die Beine rötlich, der Hinterleib gelb mit braunen Bändern.

Typisch ist der tiefe, laute Flugton. Hornissen sind tag- und nachtaktiv und werden nachts von Licht angezogen, deshalb verirren sie sich im Sommer durch offene Fenster in beleuchtete Räume. Für Kuchen, Limonade oder Grillfleisch interessieren sie sich nicht. Sie jagen Fliegen, Wespen, Raupen und andere Insekten, ein starkes Volk nach Angaben des Umweltbundesamts bis zu einem halben Kilogramm am Tag.

Die Asiatische Hornisse sieht anders aus. Sie ist fast vollständig schwarz bis auf einen gelborangen Streifen am Hinterleib und hat scharf abgegrenzte gelbe Beinenden. Wer ein solches Tier sieht, hat es nicht mit der heimischen, geschützten Art zu tun.

Hornissennest: Ocker bis bräunlich, grob gestreift, unten offen

Hornissennest

  • Ocker bis bräunlich, grob gestreift, unten offen
  • Tiere 18–35 mm, rotbraun mit Gelb
  • Volk 400–700 Tiere, immer in Hohlräumen
  • Besonders geschützt, Umsiedlung nur mit Genehmigung
Wespennest: Grau bis beige, feines Papier, rundum geschlossen

Wespennest

  • Grau bis beige, feines Papier, rundum geschlossen
  • Tiere 11–20 mm, schwarz-gelb
  • Volk mehrere tausend Tiere, oft in Erde oder Dämmung
  • Allgemein geschützt, Entfernung bei vernünftigem Grund
Bienenschwarm: Keine Papierhülle, Traube aus Tieren

Bienenschwarm

  • Keine Papierhülle, Traube aus Tieren
  • Bienen bräunlich, pelzig
  • Hängt meist frei an Ästen, zieht nach Stunden bis Tagen weiter
  • Imker holt den Schwarm in der Regel kostenlos ab

Hornissennest im Anfangsstadium erkennen

Ein kleines Hornissennest im Frühjahr sieht ganz anders aus als das fertige Nest im Spätsommer. Ab Anfang bis Mitte Mai verlässt die überwinterte Königin ihr Quartier und sucht einen Nistplatz. Sie heftet einen kurzen Stiel an die Decke des Hohlraums und baut daran die ersten sechseckigen Zellen, nach Angaben des NABU bis zu 40 oder 50. Das Anfangsnest ist etwa walnuss- bis tischtennisballgroß, oft mit einer dünnen Hülle. In dieser Phase sehen Sie nur ein einzelnes, sehr großes Tier ein- und ausfliegen.

Nach etwa fünf Wochen, meist bis Anfang Juli, schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, und die Königin fliegt kaum noch aus. Ab dann wächst das Nest schnell. Wird der Hohlraum zu eng, bauen die Tiere oft ein zweites Nest in einer größeren Höhle, etwa auf dem Dachboden, und ziehen ganz um, sobald die letzte Brut im alten Nest geschlüpft ist. Fachleute sprechen von einem Filialnest.

Wer im Mai oder Juni ein Anfangsnest an einer ungünstigen Stelle entdeckt, hat die beste Gelegenheit, mit der Naturschutzbehörde zu klären, wie es weitergeht. Je kleiner das Volk, desto einfacher ist eine genehmigte Umsiedlung. Wichtig: Auch das Anfangsnest ist besonders geschützt und darf nicht abgeschlagen werden, auch wenn nur ein Tier darin sitzt.

Hornissennest erkennen: Hornissennest im Anfangsstadium erkennen

Hornissennest finden: So gehen Sie vor

Ein Hornissennest finden Sie am leichtesten über den Flugverkehr. Am Nest herrscht ständiger Flugbetrieb, die Tiere fliegen gezielt ein und aus. Beobachten Sie aus mehreren Metern Abstand, wohin einzelne Hornissen fliegen, und folgen Sie der Richtung schrittweise. Am auffälligsten ist der Flugbetrieb im August und September, wenn das Volk am größten ist. Im Mai und Juni fliegt dagegen nur die Königin, und das Nest ist noch klein.

Suchen Sie gezielt an den typischen Stellen. Weil natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, nutzen Hornissen laut Umweltbundesamt und NABU gern Vogelnistkästen, alte Schuppen, Holzverschalungen an Terrassen und Balkonen, Winterverkleidungen am Dach, Rollladenkästen und Nischen in Dachböden. Im Garten kommen alte Bäume und Totholz mit verlassenen Spechthöhlen dazu. Ein weiterer Hinweis ist der Abfallhaufen aus toten Insekten und Kotspritzern unter dem offenen Nestboden.

Hornissen fliegen auch nachts und werden von Licht angezogen. Kommen abends immer wieder einzelne Tiere an beleuchtete Fenster, lohnt die Suche in der näheren Umgebung. Bleiben Sie dabei ruhig und halten Sie Abstand: Das Umweltbundesamt nennt mindestens zwei Meter, wir empfehlen drei bis vier. Stellen Sie sich nicht in die Flugbahn und rütteln Sie nicht an Verkleidungen oder Kästen. Ein Fernglas oder der Zoom des Telefons ersetzt den Blick aus der Nähe, und einen Rollladen, hinter dem Sie ein Nest vermuten, lassen Sie oben.

Haben Sie das Nest gefunden, bleibt es, wo es ist. Die Europäische Hornisse ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, eine Umsiedlung ist nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde zulässig. Ein großes, frei hoch in einer Baumkrone hängendes Nest spricht nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde dagegen für die Asiatische Hornisse und gehört gemeldet. Schicken Sie uns gern ein Foto, dann schätzen wir die Lage ein und nennen Ihnen den Festpreis am Telefon.

Europäisches Hornissennest oder Nest der Asiatischen Hornisse?

Seit einigen Jahren stellt sich bei jedem Hornissennest auch die Frage nach der Asiatischen Hornisse. In Hamburg wurde 2019 in Horn das erste Nest gefunden, seitdem meldet die Umweltbehörde regelmäßig Nester und Einzeltiere aus verschiedenen Stadtteilen. Seit 2025 gilt die Art in Deutschland als etabliert. Die Frühjahrsnester beider Arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim weist ausdrücklich darauf hin.

Die Unterschiede liegen im Ort und im Sommer. Die Europäische Hornisse baut immer geschützt in Hohlräumen, ihr Nest ist unten offen. Die Asiatische Hornisse beginnt im Frühjahr mit einem kleinen Primärnest an geschützten Stellen, teils in Bodennähe, unter Dachvorsprüngen, in Hecken oder Garagen. Ab Juli baut sie meist ein Sekundärnest, frei hängend und oft hoch in Bäumen, 60 bis 100 Zentimeter groß, mit bis zu 2.000 Tieren und einem kleinen, seitlichen Flugloch. Nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde ist sie die einzige Hornissenart in Hamburg, die völlig frei hängende Nester hoch in Bäumen baut.

Für Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die heimische Art. Sie ist aber invasiv, nicht geschützt und soll bekämpft werden. Melden Sie Sichtungen von Tieren oder Nestern mit Datum, Ort und Foto über das Meldeportal AHlert-Nord oder per E-Mail an die Hamburger Umweltbehörde und entfernen Sie das Nest nicht selbst, denn es wird in der Nähe verteidigt. Wie die Entfernung abläuft, beschreiben wir im Ratgeber „Asiatische Hornisse: Nest entfernen“. Die oft genannte Asiatische Riesenhornisse kommt in Europa übrigens nicht vor.

Hornissennest, Wespennest oder Bienennest?

Die häufigste Verwechslung ist die mit einem Wespennest. Wespennester sind feiner und gleichmäßiger, das der Deutschen Wespe eher grau, das der Gemeinen Wespe eher beige-bräunlich, und sie sind rundum geschlossen mit einem kleinen Flugloch. Die beiden lästigen Arten bauen meist in Erdlöchern, in der Dämmung, unter Dachziegeln oder in Rollladenkästen. Ein Wespenvolk zählt im Spätsommer mehrere tausend Tiere, ein Hornissenvolk nach Angaben des NABU 400 bis 700. Wie man ein Wespennest am Haus behandelt, lesen Sie in unseren Wespen-Ratgebern.

Eine weitere Verwechslung ist die Mittlere Wespe. Sie ist größer als die Deutsche Wespe, hat rötliche Anteile und wird oft für eine kleine Hornisse gehalten. Sie baut frei hängende graue Nester in Hecken und unter Vordächern, ist friedlich und stirbt bereits im Spätsommer. Feldwespen erkennen Sie an offenen Waben ohne Hülle.

Ein Bienennest hat gar keine Papierhülle. Honigbienen bauen senkrechte Waben aus Wachs, in der Natur in Baumhöhlen, und ein Volk umfasst 10.000 bis 60.000 Tiere. Was die meisten Menschen draußen sehen, ist ein Bienenschwarm: eine hängende Traube aus tausenden Bienen um ihre Königin, meist an einem Ast. Er zieht nach Stunden bis wenigen Tagen weiter, ein Imker holt ihn in aller Regel kostenlos ab. Hummeln nisten in Mauselöchern, Vogelkästen oder unter Moos, ihre Nester bestehen aus kleinen Wachstöpfchen statt Papier, und auch sie sind besonders geschützt.

Sind Hornissen gefährlich? Richtig verhalten am Nest

Hornissen haben einen schlechteren Ruf, als sie verdienen. Nach Angaben des NABU ist ihr Gift nicht giftiger als das von Bienen oder Wespen. Der Stich schmerzt etwas mehr, weil der Stachel länger ist und das Gift zusätzlich Acetylcholin enthält. Der alte Spruch, drei Hornissenstiche töteten einen Menschen, ist ein Märchen. Gefährlich sind Stiche für Allergiker und bei Stichen im Mund- und Rachenraum, und das gilt für Wespen und Bienen genauso.

Hornissen sind scheu und greifen nicht grundlos an. Sie verteidigen ihr Nest, wenn jemand die Flugbahn versperrt, am Nest rüttelt oder in seiner unmittelbaren Nähe hektisch herumfuchtelt. Halten Sie drei bis vier Meter Abstand, stellen Sie sich nicht in die Einflugschneise, mähen und schneiden Sie nicht direkt unter dem Nest und erklären Sie Kindern, dass es nicht beworfen wird. Ein Rollladenkasten mit Nest bleibt bis zum Herbst oben.

Gegen nächtliche Besuche hilft eine einfache Reihenfolge: erst das Fenster schließen, dann das Licht anschalten, oder ein Fliegengitter anbringen. Verirrt sich doch eine Hornisse ins Zimmer, löschen Sie das Licht und öffnen Sie das Fenster weit, dann findet sie hinaus. Fallobst stoßen Sie mit dem Fuß an, bevor Sie es aufheben. Hunde halten Sie in Nestnähe an der Leine, und Wassernäpfe gehören nicht unter die Einflugschneise.

Hornissennest: Was tun? Rechtslage in Hamburg und Umgebung

Die Europäische Hornisse ist seit 1987 besonders geschützt, nach Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit der Bundesartenschutzverordnung. Nach Paragraf 44 ist es verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihr Nest zu beschädigen oder zu zerstören. Anders als bei Wespen genügt kein „vernünftiger Grund“. Eine Umsiedlung oder Entfernung ist nur mit Ausnahmegenehmigung oder Befreiung der Naturschutzbehörde zulässig, und nur, wenn es keine zumutbare Alternative gibt. Verstöße können nach Paragraf 69 mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Zuständig ist im Umland die untere Naturschutzbehörde Ihres Kreises oder Landkreises. In Hamburg ist das Amt für Naturschutz und Grünplanung der Umweltbehörde der Ansprechpartner. Zusätzlich gibt es in Hamburg ehrenamtliche Insektenfachpersonen, die von der Naturschutzbehörde befähigt sind. Sie beraten telefonisch kostenlos, sehen sich den Fall auf Wunsch an, prüfen Alternativen und unterstützen bei Bedarf beim Antrag. Die Kontakte stehen auf der Seite der Umweltbehörde zu Wespen, Hornissen und Hummeln.

In den allermeisten Fällen ist gar keine Umsiedlung nötig. Der NABU weist darauf hin, dass oft schon eine einfache Absicherung genügt: Fliegengitter an Fenstern in Nestnähe, ein Zaun oder eine Sichtblende, damit niemand direkt in die Flugbahn läuft. Das Volk stirbt im Herbst ohnehin von selbst. Erst wenn das Nest an einer Stelle sitzt, an der es wirklich nicht bleiben kann, etwa direkt am Kinderzimmerfenster, an einer stark genutzten Terrassentür oder in einem Rollladen, der bewegt werden muss, ist eine genehmigte Umsiedlung der richtige Weg.

Hornissennest im Winter: verlassen und harmlos

Ein Hornissenvolk lebt nur einen Sommer. Zwischen Mitte August und Mitte September erreicht es seinen Höhepunkt, dann schlüpfen Jungköniginnen und Männchen. Nach der Paarung suchen sich die begatteten Jungköniginnen ein Winterquartier in morschem Holz oder im Erdreich. Die alte Königin, die Männchen und die Arbeiterinnen sterben, die letzten Arbeiterinnen nach Angaben des NABU Anfang November.

Das Nest bleibt leer zurück und wird nicht wieder bezogen. Im neuen Jahr gründet jede Jungkönigin ihren eigenen Staat an einem neuen Ort. Ein altes Nest können Sie im Winter, wenn sicher kein Flugbetrieb mehr herrscht, ohne Gefahr entfernen oder einfach hängen lassen. Viele heben es auf, denn die Wabenetagen sind sehenswert.

Wer im Herbst Hornissen an Fallobst oder an Efeublüten sieht, hat übrigens nicht unbedingt ein Nest am Haus. Das sind oft Sammlerinnen aus der Umgebung, die mit den ersten kalten Nächten verschwinden.

Vorbeugen: Damit im nächsten Jahr kein Hornissennest am Haus entsteht

Die überwinternden Königinnen suchen im Frühjahr geeignete Hohlräume, häufig in der Nähe von Stellen, an denen es schon einmal geklappt hat. Nutzen Sie den Winter: Lücken an Dachboden, Holzverschalungen und Rollladenkästen schließen, Vogelkästen reinigen und mit einem Flugloch versehen, das für Hornissen zu klein ist, Schuppen und Gartenhäuser im Frühjahr regelmäßig öffnen und kontrollieren. Ab Mai lohnt ein Blick auf die typischen Stellen, denn ein Anfangsnest ist schnell entdeckt.

Wer Hornissen im Garten mag und Platz hat, kann einen Hornissenkasten an einem ruhigen Ort aufhängen, mit Abstand zum Haus und zu Sitzplätzen. Die Tiere nehmen ihn gern an. Das Volk bekommt einen Platz, an dem es niemanden stört, frisst Fliegen und Wespen, und Sie haben Ruhe am Haus.

Hornissennest am Haus: Wann zum Fachbetrieb?

Rufen Sie einen Fachbetrieb, wenn ein Hornissennest an einer Stelle sitzt, an der es nicht bleiben kann, wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Hornissen, Wespen oder die Asiatische Hornisse handelt, oder wenn im Haushalt ein Insektengiftallergiker lebt und das Nest nahe an Türen, Fenstern oder Sitzplätzen liegt. Wir von HK Hamburger Kammerjäger, geführt vom IHK-geprüften Schädlingsbekämpfer Heiko Kirschner, sehen uns die Lage an, beraten, ob Abstand halten reicht, und kümmern uns bei Bedarf um die Genehmigung der Naturschutzbehörde. Wird sie erteilt, setzen wir das Volk in einen Hornissenkasten an einem geeigneten Ort um. Für Hornissen nennen wir Ihnen den Festpreis am Telefon, weil der Aufwand von Genehmigung, Standort und Nestgröße abhängt. Stellt sich heraus, dass es ein Wespennest ist, kostet die Entfernung 150 Euro inklusive Mehrwertsteuer. In Hamburg und im Umkreis von 65 Kilometern sind wir meist noch am selben Tag da.

Wespen & Hornissen vom Fachbetrieb - Festpreis am Telefon, oft noch am selben Tag.

Quellen

  1. Umweltbundesamt: Wespen und Hornissen
  2. NABU: Europäische Hornisse, friedliche Brummer
  3. Hamburg, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: Wespen, Hornissen, Wildbienen, Hummeln und Ameisen
  4. Hamburg, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: Informationen zu Hornissen (Flyer)
  5. Hamburg, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: Die Asiatische Hornisse in Hamburg
  6. Universität Hohenheim, Landesanstalt für Bienenkunde: Informationsblatt Asiatische Hornisse
  7. Bundesministerium der Justiz: Bundesnaturschutzgesetz, § 69 Bußgeldvorschriften

Stand der Angaben: 15.10.2026. Geprüft von Heiko Kirschner.

Häufige Fragen

Hornissennest erkennen: häufige Fragen

Wie erkenne ich ein Hornissennest?

An der ocker- bis bräunlichen, grob gestreiften Papierhülle, die unten offen ist, oft mit einem Abfallhaufen aus toten Insekten darunter. Das Nest sitzt geschützt in Hohlräumen wie Vogelkästen, Schuppen, Dachböden oder Rollladenkästen. Die Tiere sind 18 bis 35 Millimeter groß, vorn rotbraun, hinten gelb mit braunen Bändern, und fliegen mit tiefem Brummen auch nachts.

Wie sieht ein Hornissennest im Anfangsstadium aus?

Ab Mai baut die Königin allein ein walnuss- bis tischtennisballgroßes Nest an einem kurzen Stiel, mit einigen Dutzend Zellen und dünner Hülle. Es hängt in Vogelkästen, Schuppen, Rollladenkästen oder an Dachbalken, und nur ein einzelnes großes Tier fliegt ein und aus. Auch dieses kleine Nest ist besonders geschützt und darf nicht ohne Genehmigung entfernt werden.

Hornissennest am Haus: Was tun?

Ruhe bewahren und drei bis vier Meter Abstand halten, die Einflugschneise freilassen, Erschütterungen am Nest vermeiden und Fenster in Nestnähe nachts schließen oder mit Fliegengitter sichern. Meist reicht das, denn das Volk stirbt im Herbst von selbst. Sitzt das Nest an einer Stelle, an der es nicht bleiben kann, ist eine Umsiedlung mit Genehmigung der Naturschutzbehörde möglich.

Darf man ein Hornissennest entfernen?

Nicht selbst und nicht ohne Genehmigung. Die Europäische Hornisse ist nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Eine Umsiedlung oder Entfernung ist nur mit Ausnahmegenehmigung oder Befreiung der Naturschutzbehörde zulässig, wenn es keine zumutbare Alternative gibt. Wer ein Nest eigenmächtig zerstört, riskiert nach Paragraf 69 Bundesnaturschutzgesetz ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Wer entfernt Hornissennester in Hamburg?

Eine Umsiedlung übernimmt ein erfahrener Fachbetrieb, nachdem die Naturschutzbehörde zugestimmt hat. In Hamburg ist das Amt für Naturschutz und Grünplanung der Umweltbehörde zuständig, im Umland die untere Naturschutzbehörde des Kreises. Ehrenamtliche Insektenfachpersonen der Stadt beraten telefonisch kostenlos. Sie prüfen Alternativen und helfen beim Antrag. Nester der Asiatischen Hornisse melden Sie dagegen direkt der Umweltbehörde.

Was ist der Unterschied zwischen Hornissennest und Wespennest?

Hornissennester sind ocker bis bräunlich, grob gestreift und unten offen, sie sitzen in größeren Hohlräumen wie Vogelkästen oder Dachböden. Wespennester sind grau oder beige, feiner und rundum geschlossen mit kleinem Flugloch, oft in Erdlöchern, Dämmung oder unter Dachziegeln. Hornissen sind deutlich größer und rotbraun, ein Volk hat einige hundert statt mehrerer tausend Tiere.

Wie erkenne ich ein Nest der Asiatischen Hornisse?

Ab Juli baut die Asiatische Hornisse meist ein großes, frei hängendes Nest hoch in Bäumen, 60 bis 100 Zentimeter groß, mit einem kleinen seitlichen Flugloch statt eines offenen Bodens. Die Tiere sind fast ganz schwarz mit einem gelborangen Streifen und gelben Beinenden. In Hamburg melden Sie solche Funde mit Foto über AHlert-Nord oder per E-Mail an die Umweltbehörde.

Sind Hornissen gefährlich?

Für gesunde Menschen nicht mehr als Wespen oder Bienen. Der Stich schmerzt wegen des längeren Stachels und des Acetylcholins im Gift etwas stärker, das Gift ist aber nicht giftiger. Dass drei Stiche tödlich sind, ist ein Märchen. Gefährlich sind Stiche für Allergiker und im Mund- und Rachenraum. Hornissen stechen fast nur, wenn ihr Nest gestört wird.

Was passiert mit einem Hornissennest im Winter?

Im Herbst sterben die alte Königin, die Männchen und die Arbeiterinnen, die letzten Anfang November. Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern einzeln in morschem Holz oder im Boden. Das Nest bleibt leer und wird nicht wieder besiedelt. Sie können es im Winter, wenn kein Flugbetrieb mehr herrscht, gefahrlos entfernen oder hängen lassen.

Was kostet die Umsiedlung eines Hornissennests?

Für Hornissen nennen wir den Festpreis am Telefon, weil der Aufwand von der Genehmigung der Naturschutzbehörde, dem Standort und der Größe des Nests abhängt. Stellt sich vor Ort heraus, dass es ein Wespennest ist, kostet die Entfernung bei uns 150 Euro inklusive Mehrwertsteuer. In Hamburg und im Umkreis von 65 Kilometern sind wir meist noch am selben Tag da.

Wie finde ich ein Hornissennest?

Beobachten Sie aus sicherem Abstand, wohin die Hornissen fliegen, und folgen Sie der Flugrichtung. Am Nest herrscht ständiger Flugbetrieb, am stärksten im August und September. Typische Stellen sind Vogelkästen, Schuppen, Rollladenkästen, Holzverschalungen, Dachböden und hohle Bäume, oft mit einem Abfallhaufen aus toten Insekten darunter. Stellen Sie sich nicht in die Flugbahn und rütteln Sie nicht am Nest.

Wo bauen Hornissen ihr Nest am Haus?

In geschützten Hohlräumen. Laut Umweltbundesamt sind das vor allem Vogelnistkästen, alte Schuppen, Holzverschalungen an Terrassen und Balkonen, Winterverkleidungen am Dach, Rollladenkästen und Nischen in Dachböden. Ein großes, frei hoch in einer Baumkrone hängendes Nest spricht nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde eher für die Asiatische Hornisse, die gemeldet werden sollte.

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