Wespen & Hornissen in Wandsbek Ein Bezirk, drei Nest-Situationen
Im urbanen Kern rund um den Wandsbeker Markt dominieren Altbauten und Nachkriegsblocks. Dort finden wir Nester in Drempeln, hinter Dachgauben, in Lüftungsschächten und in den Rollladenkästen der Sanierungen aus den letzten Jahrzehnten. Viele Anrufe kommen aus Dachgeschosswohnungen: Das Nest sitzt in der Dämmung, und die Tiere finden über Steckdosen oder Lampenauslässe den Weg nach innen.
In den Gartenstadtlagen des Bezirks sehen wir das klassische Einfamilienhaus-Bild: Rollladenkästen, Gartenhäuser, Carports und Erdnester unter Terrassenplatten. Richtung Walddörfer kommt eine dritte Gruppe hinzu: Hornissen. Alte Bäume, Vogelnistkästen und ungedämmte Dachböden der Landhäuser sind ihre bevorzugten Plätze. Hornissen sind besonders geschützt, deshalb geht es hier um Umsiedlung, nicht um Bekämpfung, und um Absprache mit der Naturschutzbehörde.
Gerade wegen dieser Vielfalt beginnen wir in Wandsbek mit einer sauberen Bestimmung: Art, Nestgröße, Einflug, Gefährdung. Daraus ergibt sich, ob entfernt, versetzt oder belassen wird. Die Saison läuft von Mai bis in den Oktober, in den warmen Altbau-Dachgeschossen oft etwas länger als in den Randlagen. Ein Wespennest ist ein Sommerthema, im Winter ist es verlassen.