Rattenkot erkennen: Bilder, Größe und Unterschied zu Mäusekot

Kurz beantwortet:Rattenkot ist spindelförmig, an den Enden spitz, dunkelbraun bis schwarz und etwa 1,2 bis 2 cm lang bei 3 bis 7 mm Dicke. Frischer Kot glänzt und ist weich, alter wird matt, grau und bröselig. Mäusekot ist mit höchstens 8 mm deutlich kleiner, Marderkot mit 8 bis 10 cm deutlich größer.
Wie sieht Rattenkot aus? Größe, Form, Farbe und Bilder vergleichen
Rattenkot ist spindelförmig, also in der Mitte am dicksten und an beiden Enden zugespitzt. Die Farbe ist dunkelbraun bis schwarz. Das Institut für Hygiene und Umwelt der Stadt Hamburg nennt für Rattenkot eine Länge von 12 bis 20 Millimetern und eine Dicke von 3 bis 7 Millimetern. Große Wanderratten setzen auch Köttel von bis zu 3 Zentimetern ab, das Umweltbundesamt gibt für die Wanderratte 1 bis 3 Zentimeter an. Als grobe Orientierung: Ein Rattenköttel ist etwa so lang wie drei Reiskörner hintereinander und so dick wie ein Bleistift.
Die Oberfläche von frischem Rattenkot ist glatt und wirkt feucht, trockener Kot ist matt. Je nach Futter ist die Form mal gerade, mal leicht gebogen, die Enden bleiben aber spitz. Typisch ist, dass mehrere Köttel dicht beieinander liegen, meist an Wänden, Kanten und in Ecken. Ratten laufen ungern über freie Flächen und setzen ihren Kot entlang ihrer festen Wege ab.
Viele Menschen suchen nach Bildern von Rattenkot, um ihren Fund zu vergleichen. Das Problem bei Fotos ist der fehlende Maßstab: Ohne Bezugsgröße sehen Ratten- und Mäusekot fast gleich aus. Legen Sie deshalb eine Münze oder ein Lineal neben den Fund, ohne den Kot zu berühren, und fotografieren Sie mit Blitz. So sehen Sie Länge, Dicke und ob der Kot noch glänzt. Bei Unsicherheit schicken Sie uns das Foto, wir schätzen es kostenlos ein.
Frischer oder alter Rattenkot: Was der Fund über den Befall verrät
Frischer Rattenkot ist dunkel, glänzend und weich. Innerhalb von ein bis zwei Tagen wird er hart, mit der Zeit matt, grau und bröselig. Im feuchten Keller bleibt Kot länger weich als auf einem warmen Dachboden, das Alter lässt sich also nur grob schätzen. Liegt frischer neben altem Kot, sind die Ratten schon länger da und noch immer aktiv.
Auch die Menge hilft beim Einordnen. Eine Ratte setzt nach Angaben des Schweizer Bundesamts für Umwelt rund 40 Kotballen am Tag ab. Einige Dutzend Köttel an einer Stelle können also von einem einzigen Tier stammen, das dort regelmäßig vorbeikommt. Finden Sie große und kleine Köttel gleicher Form nebeneinander, deutet das auf Jungtiere hin. Dann vermehren sich die Ratten in unmittelbarer Nähe.
Ob der Befall aktiv ist, klären Sie mit einem einfachen Test: Kot vorsichtig entfernen, wie weiter unten beschrieben, die Stelle reinigen und dünn mit Mehl oder feinem Sand bestreuen. Finden Sie nach ein bis zwei Nächten neuen Kot oder Pfotenabdrücke, sind die Tiere aktiv. Weitere Hinweise sind Nagespuren mit zwei parallelen Rillen im Abstand von etwa 4 Millimetern, dunkle, speckige Schmierspuren an Wänden und Rohren, platt getretene Laufwege im Gras und Löcher im Boden.
Der Fundort verrät oft den Weg der Tiere. Kot rund um einen Bodenablauf oder Revisionsschacht spricht für einen Zugang aus der Kanalisation. Kot am Rand einer Terrasse deutet auf einen Bau darunter. Kot auf dem Dachboden bedeutet, dass die Tiere über Fassade, Rohre oder Zwischenwände klettern.
Rattenkot
- 12–20 mm lang, 3–7 mm dick
- spindelförmig, Enden spitz
- dunkelbraun bis schwarz, frisch glänzend
- gehäuft an Wänden und Laufwegen
Mäusekot
- 3–8 mm lang, etwa 2 mm dick
- reiskornförmig
- einzeln verstreut statt gehäuft
- 60–100 Köttel pro Maus und Tag
Marderkot
- 8–10 cm lang, 1–2 cm dick
- wurstförmig mit gedrehter Spitze
- Haare, Federn oder Obstkerne darin
- an fester Latrine, oft auf dem Dachboden
Kot von Wanderratte und Hausratte unterscheiden
In Deutschland kommen zwei Rattenarten vor. Fast immer haben Sie es mit der Wanderratte zu tun. Die Hausratte ist laut Umweltbundesamt deutlich seltener und lebt in Deutschland vor allem in Getreidespeichern, auch in Häfen, in Tierhaltungen und auf alten Bauernhöfen. Ratten in der Kanalisation sind immer Wanderratten.
Der Kot der Wanderratte ist kräftig, spindelförmig und liegt meist in Gruppen zusammen. Wanderratten leben unten: im Keller, im Erdgeschoss, im Garten, in Erdbauten und in Kanalnähe. Hausrattenkot ist schmaler, leicht bananenförmig gebogen und liegt eher verstreut. Hausratten sind hervorragende Kletterer und halten sich in Gebäuden meist in den oberen Stockwerken, auf Dachböden und in Zwischenböden auf.
Die Unterscheidung hat praktische Folgen. Hausratten gelten als besonders köderscheu und reagieren weniger empfindlich auf die üblichen Wirkstoffe, die Bekämpfung dauert deshalb oft länger. Junge Hausratten ähneln zudem Hausmäusen. Wer Kot auf dem Dachboden eines alten Speichers oder Hofgebäudes findet, sollte die Art fachlich bestimmen lassen, bevor Köder ausgelegt werden.

Rattenkot, Mäusekot, Marderkot oder Igelkot?
Am häufigsten wird Rattenkot mit Mäusekot verwechselt. Mäusekot ist höchstens etwa 8 Millimeter lang, nur rund 2 Millimeter dick und erinnert an ein dunkles Reiskorn. Mäuse setzen ihren Kot zudem weit verstreut ab, 60 bis 100 Köttel pro Tier und Tag, in Schubladen, auf Regalen und entlang der Wände. Als Faustregel gilt: Alles unter einem Zentimeter ist Maus, darüber Ratte. Junge Ratten haben kleineren Kot, achten Sie dann auf die Dicke und darauf, ob die Köttel gehäuft oder einzeln liegen.
Marderkot ist deutlich größer: etwa 8 bis 10 Zentimeter lang, 1 bis 2 Zentimeter dick, wurstartig und mit einer gedrehten Spitze. Oft enthält er Haare, Federn oder Obstkerne. Steinmarder benutzen eine feste Kotstelle, die Latrine, meist auf dem Dachboden, und dort riecht es streng. Marder werden nicht bekämpft, sondern vergrämt, denn sie unterliegen dem Jagdrecht.
Im Garten ist Igelkot die häufigste Verwechslung. Er ist etwa 3 bis 4 Zentimeter lang, rund 1 Zentimeter dick, glänzend schwarz und an einem Ende zugespitzt. Typisch sind glitzernde Reste von Käferpanzern, weil Igel vor allem Insekten fressen. Igelkot liegt einzeln auf Rasen und Wegen, nicht in Gruppen an Wänden. Rattenkot ist kleiner, glatt und zeigt keine Insektenreste. Igel sind besonders geschützt, eine Bekämpfung kommt nicht in Frage.
Messen, Form ansehen, Fundort prüfen: Mit diesen drei Schritten lässt sich fast jeder Fund zuordnen. Bleiben Zweifel, hilft ein Foto mit Maßstab.
Wo Rattenkot liegt: Keller, Terrasse, Dachboden und Garten
Ratten bewegen sich laut Umweltbundesamt bevorzugt entlang von Mauern und Wänden und nutzen immer wieder dieselben Laufwege. Dort fällt auch der Kot. Suchen Sie deshalb gezielt an Wandkanten, hinter Regalen, an Rohrdurchführungen und an dunklen, ungestörten Stellen mit Zugang zu Futter.
Im Haus finden Sie Rattenkot am ehesten in Kellerräumen, Garagen und Gartenschuppen, so das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt. Im Keller sind Bodenabläufe, Lichtschächte, Rohrdurchführungen und die Ecken hinter Vorräten typische Stellen. Wanderratten dringen häufig über Kellerfenster und defekte Kanalanschlüsse ein und kommen durch Öffnungen von nur 2 Zentimetern.
Rattenkot auf der Terrasse ist ein häufiger Fund in Hamburger Gärten. Ratten legen ihre Bauten gern unter Terrassen, Garagen, Gartenschuppen und gestapeltem Brennholz an, häufig auch im oder am Kompost. Die Löcher haben etwa 5 bis 10 Zentimeter Durchmesser, die Faustformel ist eine Getränkedose. Liegen Löcher neben Regenfallrohren, Siel- oder Kanaldeckeln, kann das auf einen Schaden in der Hauskanalisation hindeuten. Kot unter Holzdielen, an Pflanzkübeln oder unter dem Vogelfutterplatz zeigt, wo die Tiere fressen.
Auf dem Dachboden spricht Rattenkot für kletternde Wanderratten oder, seltener, für Hausratten. Dort liegen aber auch Marder- und Siebenschläferkot. Messen Sie deshalb nach, bevor Sie handeln.
Ist Rattenkot gefährlich?
Ja, Rattenkot sollten Sie ernst nehmen. Wanderratten können nach Angaben des Umweltbundesamts über 100 verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen. Ihr Kot und Urin verunreinigen Lebensmittel, Tierfutter und Flächen. Das Risiko hängt davon ab, wie Sie mit den Ausscheidungen in Kontakt kommen: über verunreinigte Lebensmittel, über die Hände und über Staub, den Sie beim Aufräumen einatmen.
Zwei Erreger sind besonders bekannt. Leptospiren scheiden infizierte Nagetiere mit dem Urin aus, teils lebenslang. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gelangen sie über kleine Hautverletzungen und die Schleimhäute von Auge, Nase und Mund in den Körper und bleiben in feuchter Umgebung wochenlang ansteckend. Hantaviren werden von Mäusen und Ratten mit Speichel, Kot und Urin ausgeschieden. Laut infektionsschutz.de können sie auch in getrocknetem Zustand noch einige Tage bis mehrere Wochen ansteckend sein, die Ansteckung erfolgt meist über aufgewirbelten Staub. Dazu kommen Darmbakterien wie Salmonellen, die über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden.
Für Sie heißt das: Rattenkot nie mit bloßen Händen anfassen, nie trocken kehren oder saugen und alle Lebensmittel wegwerfen, die mit Kot oder Urin in Berührung gekommen sein könnten. Halten Sie Kinder und Haustiere von der Fundstelle fern. Wer nach Kontakt mit Rattenkot hohes Fieber, starke Muskel- oder Kopfschmerzen bekommt, sollte zum Arzt gehen und den Kontakt erwähnen.
Rattenkot richtig entfernen: Schritt für Schritt
Bereiten Sie die Reinigung vor. Lüften Sie den Raum vorher mindestens 30 Minuten, das empfiehlt infektionsschutz.de für Räume mit Nagerbefall. Ziehen Sie Einmalhandschuhe an und tragen Sie in Innenräumen eine Feinstaubmaske der Klasse FFP2 oder FFP3. Alte Kleidung, die Sie danach direkt waschen, ist sinnvoll.
Befeuchten Sie den Kot gründlich mit Wasser oder einem Haushaltsreiniger aus der Sprühflasche, damit kein Staub entsteht. Benutzen Sie weder Besen noch Staubsauger: Der Sauger bläst Erreger über die Abluft wieder in den Raum. Nehmen Sie den feuchten Kot mit Küchenpapier auf, geben Sie alles in eine Plastiktüte, verschließen Sie diese sorgfältig und entsorgen Sie sie im Hausmüll. Mit toten Ratten verfahren Sie genauso.
Wischen Sie die Fläche anschließend gründlich mit Haushaltsreiniger nach und entsorgen Sie Lappen oder Schwämme. Wer zusätzlich desinfizieren möchte, nimmt ein Flächendesinfektionsmittel und hält die angegebene Einwirkzeit ein. Danach Handschuhe ausziehen, Hände waschen, duschen, Haare waschen und die Arbeitskleidung in die Wäsche geben. Angenagte oder verschmutzte Lebensmittel und Verpackungen gehören in den Müll.
Bei großen Mengen, bei Kot in Zwischendecken, Lüftungsanlagen oder Dämmung und in Lebensmittelbetrieben sollten Sie die Reinigung nicht selbst übernehmen. Heiko Kirschner ist neben seiner Ausbildung zum Schädlingsbekämpfer auch anerkannter Desinfektor. Wir reinigen und desinfizieren solche Bereiche mit der passenden Ausrüstung.
Rattenkot in Hamburg: Meldepflicht und Zuständigkeit
In Hamburg gilt seit 1963 die Verordnung über Rattenbekämpfung. Rattenbefall unterliegt einer Meldepflicht, damit die Bekämpfung über Grundstücksgrenzen hinweg koordiniert werden kann. Ratten oder Rattenspuren auf öffentlichem Grund, also auf Straßen, in Parks oder an Gewässern, melden Sie dem Institut für Hygiene und Umwelt unter 040 428 45-7972.
Auf privatem Grund sind Eigentümer oder Pächter für die Bekämpfung verantwortlich und müssen unverzüglich handeln. Zuständig für Meldungen von Privatgrundstücken ist das Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt des jeweiligen Bezirksamts, erreichbar auch über die Behördennummer 115. Mieter informieren Vermieter oder Hausverwaltung. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, Vermieter und Gewerbetreibende müssen einen geprüften Schädlingsbekämpfer beauftragen, wenn im Haus niemand die nötige Sachkunde hat. Für Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser empfiehlt die Behörde dringend einen Fachbetrieb. Sprechen Sie auch mit den Nachbarn, denn Ratten kennen keine Grundstücksgrenzen.
Seit dem 26. April 2026 dürfen blutgerinnungshemmende Rattenköder nicht mehr an Privatpersonen abgegeben werden. Die Aufbrauchfrist für Restbestände ist am 22. Oktober 2026 abgelaufen, seitdem dürfen Privatleute auch alte Köder nicht mehr auslegen. Ultraschallgeräte sind nach Einschätzung des Umweltbundesamts wirkungslos. Wenn Sie einen Fachbetrieb bestellen, treten Sie Rattenlöcher vorher nicht zu und schütten Sie sie nicht zu, sonst fehlt der Überblick über den Befall. Entfernen Sie aber Futterquellen, dann nehmen die Tiere den Köder schneller an.
Rattenkot vorbeugen: Futterquellen und Zugänge
Ratten bleiben nur dort, wo sie Futter und Unterschlupf finden. Die größte Einzelgefahr ist nach Erfahrung des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt die Vogelfütterung. Legen Sie kein Futter auf den Boden, füttern Sie maßvoll und stellen Sie die Fütterung ganz ein, wenn in der Nähe Ratten bekannt sind. Geben Sie nur Grünabfälle auf den Kompost und räumen Sie Fallobst regelmäßig weg. Obst und Gemüse enthalten Vitamin K1, das als Gegenmittel zu den Ködern wirkt und eine Bekämpfung verzögern kann.
Halten Sie Mülltonnen geschlossen und stellen Sie gelbe Säcke erst am Abfuhrtag an die Straße. Lassen Sie keine Fressnäpfe von Hund oder Katze draußen stehen und entsorgen Sie keine Speisereste über die Toilette, denn davon leben Ratten in der Kanalisation.
Baulich hilft es, Schäden an Regenfallrohren, Bodenabläufen und dem Hausanschluss zu beheben und Kellerfenster mit engmaschigem Stahlgitter zu sichern. Eine Rückstauklappe verhindert, dass Ratten über die Abwasserleitung ins Haus kommen. Tür- und Torspalten lassen sich mit Bürstenleisten schließen. Denken Sie daran, dass eine Wanderratte schon durch eine Öffnung von 2 Zentimetern passt.
Wiederholt Rattenkot gefunden: Wann zum Fachbetrieb?
Wenn Sie wiederholt frischen Rattenkot finden, wenn Kot im Wohnbereich oder in der Küche auftaucht, wenn Sie Löcher im Garten entdecken oder wenn ein Mehrfamilienhaus oder Gewerbe betroffen ist, sollten Sie nicht lange abwarten. Ein Rattenweibchen kann bis zu sechsmal im Jahr Junge bekommen, ein kleiner Befall wächst schnell. Heiko Kirschner ist IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Wir bekämpfen Ratten in Hamburg und im Umkreis von 65 Kilometern zum Festpreis von 330 € inklusive Mehrwertsteuer mit bis zu fünf Köderstationen. Dazu gehört die Suche nach dem Zugang, etwa einem undichten Kanalanschluss, und auf Wunsch die Dokumentation für Vermieter oder Behörde. Eine reine Erstinspektion kostet 80 €, die bei Auftrag verrechnet werden. Sie erreichen uns unter 040 30099110.
Rattenbekämpfung vom Fachbetrieb - Festpreis am Telefon, oft noch am selben Tag.Quellen
- Umweltbundesamt: Wanderratte
- Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg: Informationen zur Rattenbekämpfung (PDF)
- hamburg.de: Ratten melden
- Bundesamt für Umwelt BAFU (Schweiz): Ratten und Mäuse
- infektionsschutz.de: Erregersteckbrief Hantaviren
- Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Leptospirose
- Senatsverwaltung Berlin: Der Steinmarder
Stand der Angaben: 15.10.2026. Geprüft von Heiko Kirschner.
Rattenkot erkennen: häufige Fragen
Wie sieht Rattenkot aus?
Rattenkot ist spindelförmig, an beiden Enden spitz und dunkelbraun bis schwarz. Ein Köttel ist meist 12 bis 20 Millimeter lang und 3 bis 7 Millimeter dick, bei großen Wanderratten auch bis 3 Zentimeter. Frischer Kot glänzt und ist weich, älterer wird matt, grau und bröselig. Meist liegen mehrere Köttel zusammen an Wänden und Laufwegen.
Ist Rattenkot gefährlich?
Ja. Ratten können über 100 Krankheiten übertragen, darunter Leptospirose über den Urin und Hantaviren über Kot, Urin und Speichel. Gefährlich ist vor allem aufgewirbelter Staub beim trockenen Kehren oder Saugen sowie verunreinigte Lebensmittel. Fassen Sie Rattenkot nie mit bloßen Händen an und entsorgen Sie Lebensmittel, die Kontakt hatten.
Wie entferne ich Rattenkot richtig?
Lüften Sie 30 Minuten, tragen Sie Einmalhandschuhe und eine FFP2- oder FFP3-Maske. Befeuchten Sie den Kot mit Wasser oder Haushaltsreiniger, nehmen Sie ihn mit Küchenpapier auf und entsorgen Sie alles im verschlossenen Beutel im Hausmüll. Kein Besen, kein Staubsauger. Danach die Fläche gründlich reinigen, duschen und die Kleidung waschen.
Wie unterscheide ich Rattenkot und Mäusekot?
Vor allem an der Größe. Mäusekot ist höchstens etwa 8 Millimeter lang und 2 Millimeter dick, Rattenkot 12 bis 20 Millimeter lang und 3 bis 7 Millimeter dick. Mäuse verteilen ihren Kot einzeln und in großer Zahl überall, Ratten setzen ihn eher gehäuft entlang der Laufwege ab. Faustregel: unter einem Zentimeter Maus, darüber Ratte.
Igelkot oder Rattenkot: Woran erkenne ich den Unterschied?
Igelkot ist mit etwa 3 bis 4 Zentimetern deutlich länger, rund 1 Zentimeter dick, glänzend schwarz und enthält glitzernde Reste von Käferpanzern. Er liegt einzeln auf Rasen oder Wegen. Rattenkot ist kleiner, glatt, ohne sichtbare Insektenreste und liegt meist in Gruppen an Wänden, Kanten und unter Terrassen. Igel sind besonders geschützt.
Marderkot oder Rattenkot: Wie unterscheide ich beides?
Marderkot ist 8 bis 10 Zentimeter lang, 1 bis 2 Zentimeter dick, wurstförmig mit gedrehter Spitze und enthält oft Haare, Federn oder Obstkerne. Er liegt gesammelt an einer festen Stelle, meist auf dem Dachboden, und riecht streng. Rattenkot ist mit 1 bis 2 Zentimetern viel kleiner und verteilt sich entlang der Laufwege.
Was bedeutet Rattenkot auf der Terrasse?
Meist haben Ratten in der Nähe einen Bau, oft direkt unter der Terrasse, unter einem Schuppen, am Kompost oder unter Brennholz. Suchen Sie nach Löchern von 5 bis 10 Zentimetern Durchmesser, besonders neben Fallrohren und Kanaldeckeln. Entfernen Sie Vogelfutter und Futternäpfe, treten Sie die Löcher nicht zu und lassen Sie den Befall prüfen.
Bedeutet Rattenkot im Keller, dass Ratten im Haus wohnen?
Nicht zwingend, aber die Tiere haben einen Zugang. Wanderratten nutzen Keller oft als Durchgang aus der Kanalisation oder dem Garten und nisten teils draußen. Frischer Kot zeigt, dass der Weg aktiv genutzt wird. Prüfen Sie Bodenabläufe, Rohrdurchführungen und Lichtschächte. Undichte Kanalanschlüsse sind ein häufiger Eintrittsweg in Hamburger Häuser.
Wie viel Kot hinterlässt eine Ratte pro Tag?
Eine Ratte setzt rund 40 Kotballen am Tag ab, verteilt entlang ihrer Laufwege. Mehrere Dutzend Köttel an einer Stelle können also von einem einzigen Tier stammen. Aussagekräftiger ist, ob täglich frischer Kot dazukommt und ob große und kleine Köttel nebeneinander liegen. Letzteres deutet auf Jungtiere und damit auf Vermehrung in der Nähe hin.
Muss ich Rattenkot in Hamburg melden?
In Hamburg unterliegt Rattenbefall einer Meldepflicht. Ratten auf öffentlichem Grund melden Sie dem Institut für Hygiene und Umwelt unter 040 428 45-7972. Auf privatem Grund muss der Eigentümer unverzüglich eine Bekämpfung veranlassen, Mieter informieren den Vermieter. Wir bekämpfen Ratten zum Festpreis von 330 € mit bis zu fünf Köderstationen und dokumentieren den Einsatz auf Wunsch.