Ratten im Garten: Warum sie kommen und was wirklich hilft

Kurz beantwortet:Ratten kommen wegen dreier Dinge in den Garten: Futter (Komposthaufen mit Essensresten, Vogelfutter, Fallobst), Wasser und Deckung (Holzstapel, dichte Hecken). Wer alle drei konsequent entzieht, wird die meisten Befälle los - bei etabliertem Bau braucht es professionelle Beköderung.
Die 3 Anziehungspunkte
Ratten kommen nicht zufällig in einen Garten. Sie bleiben dort, wo sie drei Dinge finden: Futter, Wasser und Deckung. Beim Futter sind die Klassiker der offene Kompost mit Essensresten, Vogelfutter auf dem Boden und unter dem Futterhäuschen, Fallobst unter den Bäumen, Näpfe von Katze, Hund oder Hühnern und Mülltonnen, deren Deckel nicht schließen. Gegenmaßnahme: Auf den Kompost nur Grünschnitt und rohe Gemüseabfälle, kein Brot, Fleisch oder Gekochtes. Vogelfutter nur in Futtersäulen mit Auffangschale, Reste täglich wegkehren. Fallobst wöchentlich sammeln, Tierfutter abends hereinholen, Mülltonnen geschlossen halten.
Wasser braucht eine Ratte täglich. Gartenteich, Regentonne, Vogeltränke und Wassernäpfe reichen dafür vollkommen aus. Den Teich können Sie nicht wegräumen, aber Regentonnen lassen sich mit einem festen Deckel verschließen, Tränken abends leeren und tropfende Außenhähne reparieren. Je weniger Wasserstellen frei zugänglich sind, desto weiter muss die Ratte laufen, und desto unattraktiver wird Ihr Grundstück.
Deckung ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Holzstapel direkt auf dem Boden, Efeu an der Hauswand, dichte Hecken mit Bodenkontakt, Gerümpel hinter dem Gartenhaus und Bretter, Paletten oder Baumaterial, die seit Monaten liegen: All das sind sichere Wege und Nistplätze. Lagern Sie Brennholz auf Paletten mit Abstand zur Wand, schneiden Sie Efeu und Bodendecker am Sockel zurück, halten Sie den Fuß der Hecke frei und entsorgen Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Ein Rattenbau liegt fast immer unter etwas, das Deckung bietet.
Rattenbau erkennen
Rattenbaue erkennen Sie an Erdlöchern von fünf bis acht Zentimetern Durchmesser mit glatt gescheuertem Rand, oft an Böschungen, unter Schuppen oder am Kompost. Dazu kommen sichtbare Trampelpfade im Gras und dunkle Schmierspuren an Wänden entlang der Laufwege - Körperfett, das die Tiere an festen Routen hinterlassen.
Hausmittel im Realitätscheck
Kurz-Check der gängigen Hausmittel: Essig, Chili und Terpentin vertreiben höchstens kurzfristig. Ultraschallstecker zeigen in der Praxis kaum dauerhafte Wirkung - die Tiere gewöhnen sich daran. Was wirklich wirkt, ist Entzug der Lebensgrundlage: Futterquellen weg, Kompost umstellen, Deckung lichten. Bei etabliertem Bau führt an sachkundiger Beköderung kein Weg vorbei.
