Pharaoameisen: winzig kleine Ameisen im Haus erkennen und loswerden

Kurz beantwortet:Pharaoameisen (Monomorium pharaonis) sind tropische Ameisen von etwa 2 Millimetern Länge, gelblich bis bernsteinfarben mit dunklerem Hinterleib. Sie leben in Deutschland nur in dauerhaft beheizten Gebäuden, sind das ganze Jahr aktiv und bilden Nester mit vielen Königinnen. Insektenspray und normale Ameisendosen helfen nicht, weil sich die Kolonie dadurch weiter verteilt. Pharaoameisen bekämpft ein Fachbetrieb mit speziellen Fraßködern über mehrere Wochen, möglichst im ganzen Haus.
Was sind Pharaoameisen?
Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) ist eine tropische Ameisenart. Nach Angaben des Umweltbundesamts stammt sie ursprünglich aus Indien und wurde über den Warenverkehr weltweit verschleppt. Draußen überlebt sie bei uns keinen Winter. Sie lebt ausschließlich in Gebäuden, die ständig beheizt sind, denn ihre Brut braucht für die Entwicklung 22 bis 30 °C. Deshalb nistet sie gern neben Warmwasserleitungen, Heizungsrohren und in Wandhohlräumen.
Von unseren heimischen Ameisen unterscheidet sie sich in einem entscheidenden Punkt: Ein Nest hat nicht eine, sondern viele Königinnen. Die Arbeiterinnen verschiedener Nester bekämpfen sich nicht und verteidigen kein Revier. So können viele Nester dicht nebeneinander bestehen. Wird ein Nest zu groß, ziehen Arbeiterinnen mit einer oder mehreren Königinnen aus und gründen ein Tochternest. In einem Gebäude entsteht so über die Zeit eine verbundene Superkolonie.
Wichtig zu wissen: Pharaoameisen sind kein Zeichen für eine unsaubere Wohnung. Sie werden mit Waren, Möbeln oder Geräten eingeschleppt und können in jedes Haus gelangen. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt betont das ausdrücklich. Und sie verschwinden nicht von selbst, weil sie im beheizten Haus keine Winterpause einlegen.
Pharaoameisen erkennen: winzig, gelblich, ganzjährig
Pharaoameisen gehören zu den kleinsten Ameisen, die Sie im Haus finden können. Die Arbeiterinnen sind nach Umweltbundesamt 1,2 bis 2,5 Millimeter lang, meist etwa 2 Millimeter. Vorderkörper und Kopf sind bernsteinfarben bis gelblich-braun, der Hinterleib ist dunkelbraun. Je nach Licht wirken sie gelblich, hellbraun oder rötlich. Mit einer Lupe sehen Sie an der Taille zwei kleine Knoten hintereinander. Wer „winzig kleine Ameisen im Haus“ oder „kleine rote Ameisen in der Wohnung“ sucht, hat nicht selten genau diese Art vor sich. Die Königinnen werden bis zu 5 Millimeter groß, bleiben aber fast immer im Nest.
Typische Fundorte sind Küchen und Bäder, die Umgebung von Heizungs- und Warmwasserrohren, Steckdosen und sogar das Innere von Elektrogeräten. Sie laufen in dünnen Straßen zu Lebensmitteln und bevorzugen tierisches Eiweiß wie Fleisch und Wurst, nehmen aber auch frisches Brot, Obst und Süßes. Fachleute weisen einen Verdacht mit eiweißhaltigen Testködern nach. Sie selbst können über Nacht ein kleines Stück Wurst auf ein weißes Blatt Papier legen und am Morgen nachsehen.
Zwei Hinweise sind besonders aussagekräftig. Erstens: Ameisen, die im Dezember oder Januar in der beheizten Wohnung unterwegs sind. Heimische Arten ruhen dann. Zweitens: Auftreten in mehreren Wohnungen eines Mehrfamilienhauses. Nach einer Erhebung der Stadt Zürich befallen Pharaoameisen in der Schweiz vor allem Mehrfamilienhäuser. In zwei Zürcher Fällen kam die erste Meldung aus einer einzigen Wohnung, betroffen waren am Ende fünf von sieben beziehungsweise sieben von elf Häusern einer Zeile. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt warnt: Wer auch nur einzelne Tiere sieht, muss bereits von einem ernst zu nehmenden Befall ausgehen.
Pharaoameise
- Arbeiterin ca. 2 mm (1,2–2,5 mm)
- Vorn bernsteinfarben, Hinterleib dunkelbraun
- Nistet nur in beheizten Gebäuden
- Ganzjährig aktiv, viele Königinnen
Schwarze Wegameise
- Arbeiterin ca. 3–5 mm
- Schwarzbraun
- Nest draußen: Terrasse, Gehweg, Rasen
- Kommt nur zur Futtersuche ins Haus
Rasenameise
- Arbeiterin 2,5–4 mm
- Dunkelbraun bis schwärzlich, Beine heller
- Lebt draußen an sonnigen, trockenen Stellen
- Nur eine Königin pro Volk
Andere kleine Ameisen im Haus: Wegameise, Rasenameise und rote Ameisen
Nicht jede kleine Ameise in der Küche ist eine Pharaoameise. Die häufigste Art in Häusern ist nach Umweltbundesamt die Schwarze Wegameise. Ihre Arbeiterinnen sind mit 3 bis 5 Millimetern deutlich größer und schwarzbraun. Sie nistet draußen unter Platten, auf der Terrasse oder im Rasen und kommt nur auf Futtersuche herein. Die Gemeine Rasenameise ist mit 2,5 bis 4 Millimetern kleiner, dunkelbraun bis schwärzlich mit helleren Beinen. Auch sie lebt draußen, an sonnigen, trockenen Stellen, und ihre Völker haben nur eine Königin. Die Gelbe Wiesenameise lebt fast nur unterirdisch im Rasen und ernährt sich vom Honigtau der Wurzelläuse. In Wohnungen sieht man sie selten.
Bei „roten Ameisen“ lohnt Genauigkeit. Die Rotgelbe Knotenameise ist mit 4 bis 6 Millimetern rötlich-braun, viel größer als die Pharaoameise und ein Gartentier. Winzige, hellgelbe Ameisen von 1,5 bis 3 Millimetern im Garten können Diebsameisen sein. Sie kommen vor allem in warmen Lagen Mittel- und Süddeutschlands vor und leben ebenfalls im Freien. Eine sehr kleine, gelblich-rötliche Ameise, die mitten im Winter in einer beheizten Wohnung läuft, ist dagegen fast immer eine Pharaoameise.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Bei Pharaoameisen gibt es keine Schwärme. Die geflügelten Geschlechtstiere paaren sich im Nest und verlassen es nicht. Fliegende Ameisen im Haus deuten auf eine andere Art hin, mehr dazu in unserem Ratgeber „Fliegende Ameisen“. Einen Überblick über alle häufigen Arten gibt „Ameisen im Haus“.

Sind Pharaoameisen gefährlich?
Pharaoameisen gelten als Hygieneschädlinge. Auf der Suche nach Futter legen sie weite Wege zurück und fressen auch Exkremente und Erbrochenes. Dabei nehmen sie Keime und Pilzsporen auf und tragen sie auf Lebensmittel und Flächen. Das Umweltbundesamt nennt ausdrücklich Salmonellen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen können sie nach Angaben des Amts unter Wundverbände kriechen, Wunden verunreinigen und Erreger von Harnwegsinfekten und Lungenentzündungen übertragen. Sie gelten als eine von mehreren möglichen Ursachen von Krankenhausinfektionen.
Dazu kommt der technische Schaden. Weil sie so klein sind und Wärme suchen, nisten sie in Steckdosen, Computern und anderen Geräten. Das Umweltbundesamt beschreibt Störungen und Kurzschlüsse in elektrischen Anlagen als keine Seltenheit.
Zur Einordnung: In der Zürcher Umfrage unter Schädlingsbekämpfern gab es keine Meldungen aus Krankenhäusern, betroffen waren vor allem Wohnhäuser. Im Privathaushalt ist ein Befall also kein Grund zur Panik, aber auch nichts, das man aussitzen kann. Je länger die Kolonie wächst, desto mehr Tochternester entstehen und desto eher greift der Befall auf Nachbarwohnungen über.
Warum Spray und Hausmittel bei Pharaoameisen nicht helfen
Hier liegt der häufigste Fehler. Insektenspray tötet nur die Arbeiterinnen, die Sie gerade sehen. Die Königinnen sitzen gut versteckt im Mauerwerk und ersetzen die Verluste schnell. Schlimmer noch: Weil es viele Königinnen und viele Nester gibt, ziehen sich die Ameisen aus gestörten Bereichen zurück und verlegen ihre Nester. Das Umweltbundesamt spricht von einem erheblichen Verschleppungspotential. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt rät ausdrücklich davon ab, Pharaoameisen mit Insektenspray oder handelsüblichen Köderdosen für Gartenameisen zu behandeln. Die Population wird so nicht getilgt, und die Ameisen vermehren sich weiter oder breiten sich auf Nachbarhäuser aus.
Dasselbe gilt für Hausmittel. Bei Wegameisen, die von draußen hereinkommen, lässt sich mit einfachen Mitteln einiges erreichen, was dort taugt, steht in unserem Ratgeber „Hausmittel gegen Ameisen“. Eine Kolonie mit vielen Königinnen in den Wänden eines beheizten Hauses erreichen Sie damit nicht.
Was Sie bis zur Bekämpfung tun können: Lebensmittel, auch Tierfutter, in dicht schließenden Dosen aufbewahren, Krümel und offene Getränke vermeiden, Fundorte notieren und fotografieren. In Mietwohnungen informieren Sie Ihre Hausverwaltung, damit auch die Nachbarwohnungen geprüft werden. Und bitte: nicht sprühen, auch nicht „nur ein bisschen“.
Pharaoameisen bekämpfen: Fraßköder, Geduld und das ganze Gebäude
Um Pharaoameisen loszuwerden, müssen die Königinnen in den Nestern erreicht werden. Das gelingt mit speziellen Fraßködern. Die Arbeiterinnen nehmen den Wirkstoff auf, tragen ihn ins Nest und verfüttern ihn an Brut und Königinnen. Erst wenn der Wirkstoff in allen Nestern angekommen ist, bricht die Kolonie zusammen. Je nach Befall zieht sich eine Bekämpfung über Wochen bis Monate. Nach einem schweren Befall sind Nachkontrollen über einen festgelegten Zeitraum nötig.
Genauso wichtig ist der Umfang. Weil die Nester durch Wände, Schächte und Leitungsführungen verbunden sind, reicht es selten, eine einzelne Wohnung zu behandeln. Basel-Stadt empfiehlt, befallene Nachbarhäuser von derselben Fachfirma behandeln zu lassen, weil das gezielter und am Ende für alle günstiger ist. Die Stadt Zürich hat in ihren Fällen die Bekämpfung in allen befallenen Häusern angeordnet und den Befall so vollständig getilgt. Das Umweltbundesamt hält fest, dass die Bekämpfung von Pharaoameisen äußerst schwierig und langwierig ist und professionell durchgeführt werden muss.
Bei Pharaoameisen ist der Fachbetrieb deshalb praktisch immer der richtige Weg. Wir bestimmen zuerst sicher die Art, legen die Köder gezielt an den Laufwegen aus, binden bei Mehrfamilienhäusern die Hausverwaltung ein und kontrollieren nach. In Hamburg und im Umland sind wir meist noch am selben Tag da. Den Festpreis für Ihre Ameisenbekämpfung nennen wir Ihnen am Telefon.
Vorbeugen: So kommen Pharaoameisen gar nicht erst ins Haus
Pharaoameisen werden eingeschleppt. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Lieferungen wie Elektrogeräte, Lebens- und Futtermittel nach dem Auspacken kurz zu kontrollieren. Gebrauchte Möbel und Geräte aus Wohnungen mit bekanntem Befall sollten Sie besonders genau ansehen.
Baulich hilft alles, was Hohlräume schließt: Durchführungen von Warmwasser- und Heizungsleitungen in Wänden sorgfältig abdichten, offene Fugen und Hohlräume im Mauerwerk verschließen. Das nimmt den Ameisen warme Verstecke und erschwert den Weg von Wohnung zu Wohnung.
Und wenn Sie einmal einen Befall hatten: Melden Sie neue Sichtungen früh, statt selbst zu sprühen. Ein paar Tiere an einer Stelle sind schnell behandelt. Eine Superkolonie im ganzen Haus nicht.
Ameisenbekämpfung vom Fachbetrieb - Festpreis am Telefon, oft noch am selben Tag.Quellen
- Umweltbundesamt: Ameisen, Pharaoameise
- Umweltbundesamt: Ameisen
- Gesundheitsdepartement Basel-Stadt: Merkblatt Pharaoameisen (2022)
- Stadt Zürich, Fachstelle Schädlingsprävention: Measures by Zurich to eradicate pharaoh ants (ICUP 2008)
- Natur im Garten (Land Niederösterreich): Ameisen, die Gartenpolizei
Stand der Angaben: 02.10.2026. Geprüft von Heiko Kirschner.
Pharaoameisen: häufige Fragen
Was sind Pharaoameisen?
Pharaoameisen sind etwa 2 Millimeter kleine, gelbliche bis bernsteinfarbene Ameisen mit dunklerem Hinterleib. Die tropische Art lebt in Deutschland nur in dauerhaft beheizten Gebäuden, ist ganzjährig aktiv und bildet Nester mit vielen Königinnen. Sie gilt als Hygieneschädling, weil sie Keime auf Lebensmittel und in Krankenhäusern sogar in Wunden tragen kann. Die Bekämpfung gehört in die Hand eines Fachbetriebs.
Wie erkenne ich Pharaoameisen?
Achten Sie auf drei Dinge: sehr geringe Größe von etwa 2 Millimetern, gelblich-bernsteinfarbener Körper mit dunklerem Hinterleib und Aktivität mitten im Winter in einer beheizten Wohnung. Typische Fundorte sind Küche, Bad, Heizungsnähe, Warmwasserrohre und Steckdosen. Pharaoameisen mögen Eiweiß wie Fleisch und Wurst. Treten sie in mehreren Wohnungen eines Hauses auf, ist der Verdacht sehr stark.
Was sind die winzig kleinen Ameisen in meiner Wohnung?
Sehr kleine, helle bis rötliche Ameisen von rund 2 Millimetern, die auch im Herbst und Winter in der Wohnung laufen, sind häufig Pharaoameisen. Größere, schwarzbraune Ameisen von 3 bis 5 Millimetern, die von draußen hereinkommen, sind meist Schwarze Wegameisen. Für eine sichere Bestimmung schicken Sie uns am besten ein scharfes Foto oder sammeln ein paar Tiere in einem Glas.
Warum darf man Pharaoameisen nicht mit Spray bekämpfen?
Spray tötet nur die sichtbaren Arbeiterinnen. Die vielen Königinnen bleiben im Versteck und ersetzen die Verluste. Gestörte Kolonien ziehen sich zurück, verlegen ihre Nester und verteilen sich weiter im Gebäude. Umweltbundesamt und Gesundheitsbehörden raten deshalb von Insektenspray und herkömmlichen Ameisendosen ab. Wirksam sind nur spezielle Fraßköder, die die Arbeiterinnen bis zu den Königinnen tragen.
Sind Pharaoameisen gefährlich?
Für gesunde Menschen im Haushalt sind sie vor allem ein Hygieneproblem. Pharaoameisen fressen auch Abfälle und Exkremente und können Keime wie Salmonellen auf Lebensmittel übertragen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gelten sie als ernstes Risiko, weil sie in Wunden kriechen können. Zudem nisten sie in Steckdosen und Elektrogeräten und können dort Kurzschlüsse verursachen.
Wie lange dauert die Bekämpfung von Pharaoameisen?
Rechnen Sie mit mehreren Wochen, bei starkem Befall auch mit Monaten. Die Fraßköder müssen von den Arbeiterinnen erst in alle Nester bis zu den Königinnen getragen werden. Nach der Behandlung sind Nachkontrollen über einen festgelegten Zeitraum nötig. Am schnellsten geht es, wenn alle betroffenen Wohnungen eines Hauses gleichzeitig behandelt werden.
Woher kommen Pharaoameisen?
Pharaoameisen stammen ursprünglich aus den Tropen, das Umweltbundesamt nennt Indien als Herkunft. In Deutschland werden sie mit Waren, Lebensmitteln, Elektrogeräten oder Möbeln eingeschleppt. Mit mangelnder Sauberkeit hat ein Befall nichts zu tun. Im Haus breiten sie sich entlang warmer Leitungen, Schächte und Wandhohlräume aus und können so in Nachbarwohnungen gelangen.
Was kostet die Bekämpfung von Pharaoameisen?
Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Wohnungen betroffen sind und wie weit sich die Kolonie schon verteilt hat. Bei HK Hamburger Kammerjäger erhalten Sie für Ameisen, auch für Pharaoameisen, einen Festpreis am Telefon, nachdem wir die Lage kurz mit Ihnen besprochen haben. Rufen Sie uns unter 040 30099110 an.