Marder vertreiben: Was wirklich hilft und was erlaubt ist

Marder vertreiben: Was wirklich hilft und was erlaubt ist

Kurz beantwortet:Marder vertreiben Sie dauerhaft nur in zwei Schritten: erst den Ruheplatz mit wechselnden Reizen vergrämen, dann alle Einstiege verschließen, sobald das Tier draußen ist. Gerüche, Ultraschall und Hausmittel wirken nur kurz. Fangen ist an Jagdrecht, Jagdzeit und in Hamburg an einen Jagdschein für Fallen gebunden, von März bis Juni wird nicht ausgesperrt.

Marder vertreiben: die kurze Antwort

Einen Marder vertreiben Sie dauerhaft nur mit einer festen Reihenfolge. Erstens: sicherstellen, dass es wirklich ein Marder ist und keine Ratte, kein Siebenschläfer und kein Waschbär. Zweitens: den Ruheplatz so ungemütlich machen, dass das Tier auszieht, mit wechselnden Reizen und regelmäßiger Störung. Drittens: prüfen, ob der Dachboden leer ist. Viertens: alle Einstiege mardersicher verschließen und die Kletterhilfen am Haus entfernen.

Licht, Geräusche und Gerüche wirken einzeln nur wenige Nächte, dann gewöhnt sich der Marder daran. Den Unterschied macht das dichte Dach. Fangen oder Töten kommt für die meisten Hausbesitzer nicht in Frage: Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht, und in Hamburg brauchen Sie für Fallen einen Jagdschein. Von März bis Juni sollten Sie zudem nicht aussperren, weil dann Jungtiere im Nest liegen können.

Wer diese Reihenfolge einhält, ist den Marder in der Regel nach zwei bis drei Wochen los. Wer sie überspringt, hat ihn nach kurzer Zeit wieder oder sperrt ihn ein.

Marder im Dach erkennen: Geräusche, Kot und weitere Hinweise

Ein Marder im Dach fällt zuerst durch Geräusche auf: Poltern und Trappeln über der Decke, einzelne Sprünge, Kratzen, manchmal ein dumpfes Rumpeln, wenn das Tier Dämmung verschiebt. Meist geht das zwischen Einbruch der Dunkelheit und den frühen Morgenstunden. Es klingt, als würde eine Katze über den Dachboden laufen. Besonders laut wird es bei der Jungenaufzucht und in der Paarungszeit, die beim Steinmarder von Ende Juni bis Mitte August reicht.

Der zweite Hinweis ist der Kot. Laut Berliner Senatsverwaltung ist Marderkot wurstartig, etwa 8 bis 10 Zentimeter lang, 1 bis 2 Zentimeter dick und endet in einer gedrehten Spitze. Oft enthält er Haare, Federn oder Obstkerne. Marder benutzen eine feste Kotstelle, die Latrine, und richten daneben einen Schlafplatz und eine Art Speisekammer mit Eierschalen und Beuteresten ein. Der Geruch einer besetzten Latrine zieht oft bis in die Räume darunter.

Dazu kommen zerrissene, zu Nestern verdichtete Dämmung, Kratzspuren und dunkle Schmierstellen an Fallrohren und Holzverkleidungen, aufgeschobene Ziegel an der Traufe und herausgezogene Dämmwolle am Einstieg. Wer unsicher ist, streut etwas Mehl auf den Dachboden: Marderpfoten sind etwa so groß wie Katzenpfoten, zeigen aber fünf Zehen mit Krallen.

Sehen Sie das Tier einmal, erkennen Sie den Steinmarder am weißen Kehlfleck, der sich bis auf die Vorderbeine gabelt. Er ist mit Schwanz etwa 65 bis 70 Zentimeter lang, wiegt rund 1,5 Kilogramm und hat ein kakaobraunes Fell mit buschigem Schwanz. In Häusern ist es praktisch immer der Steinmarder. Der Baummarder lebt im Wald und kommt an Wohnhäusern kaum vor.

Steinmarder: Poltern, Trappeln, Sprünge nachts

Steinmarder

  • Poltern, Trappeln, Sprünge nachts
  • schwer, hörbar wie eine Katze
  • Kot 8–10 cm, gedreht, mit Haaren und Kernen
  • das ganze Jahr aktiv, feste Kotstelle
Ratte: leises Trippeln, Nagen, Rascheln

Ratte

  • leises Trippeln, Nagen, Rascheln
  • deutlich leichter, kaum Poltern
  • Kot 1–2 cm, spindelförmig, viele Stück
  • Bekämpfung statt Vergrämung, in Hamburg meldepflichtig
Siebenschläfer: Pfeifen, Quieken, schnelles Rascheln

Siebenschläfer

  • Pfeifen, Quieken, schnelles Rascheln
  • klein, aber in Gruppen sehr laut
  • Kot klein, dunkel, gehäuft
  • nur etwa Mai bis Oktober aktiv, besonders geschützt

Marder, Ratte, Siebenschläfer oder Waschbär?

Nicht jedes Geräusch auf dem Dachboden stammt von einem Marder, und die Maßnahmen unterscheiden sich völlig. Ratten sind deutlich leiser. Sie trippeln, nagen und rascheln, oft entlang von Wänden und Rohren, und hinterlassen viele Kotstücke von 1 bis 2 Zentimetern sowie Nagespuren an Kabeln, Holz und Kunststoff. Bei Ratten geht es nicht um Vergrämung, sondern um Bekämpfung, und in Hamburg gilt eine Meldepflicht.

Siebenschläfer machen für ihre Größe erstaunlich viel Lärm: Pfeifen, Quieken, schnelles Rascheln, oft von mehreren Tieren gleichzeitig. Entscheidend ist der Kalender. Siebenschläfer halten etwa von Oktober bis Mai Winterschlaf. Hören Sie im Januar nachts etwas auf dem Dachboden, ist es kein Siebenschläfer. Siebenschläfer sind besonders geschützt und dürfen nur vergrämt werden.

Ein Waschbär ist deutlich schwerer als ein Marder. Er poltert lauter, reißt auch mal ganze Ziegel oder Verkleidungen auf und hinterlässt größere Kothaufen. Auch der Waschbär unterliegt dem Jagdrecht, das Vorgehen ähnelt dem beim Marder, die Verschlüsse müssen aber stabiler sein.

Marder vertreiben: Marder, Ratte, Siebenschläfer oder Waschbär

Sind Marder gefährlich? Welche Schäden sie anrichten

Für Menschen ist der Steinmarder nicht gefährlich, er meidet den Kontakt. Das Problem ist der Sachschaden. Zerrissene und verdichtete Dämmung verliert ihre Wirkung, Kot und Urin ziehen in Dämmung und Holz ein, und der Geruch ist auf Dauer kaum zu ertragen. Beutereste locken zusätzlich Fliegen und Käfer an.

Nutzt ein Weibchen den Dachboden als Wurfplatz, wird es besonders laut. Die Jungen kommen laut Berliner Senatsverwaltung im März, seltener im April zur Welt, werden bis zu acht Wochen gesäugt und verlassen das Nest frühestens nach acht Wochen. Selbstständig sind sie erst im Spätsommer.

Wer einen Marder im Dach hat, hat oft auch einen am Auto. Marder beißen im Motorraum Kabel, Schläuche und Dämmmatten an, meist aus Revierverhalten: Riecht das Tier einen fremden Marder am Fahrzeug, reagiert es auf alles, was nach dem Rivalen riecht. Eine Motorwäsche entfernt die Duftmarken. Danach helfen Hochspannungsgeräte aus dem Fachhandel, deren Kontaktplatten dem Marder einen leichten Schlag geben, sowie Schutzschläuche für gefährdete Kabel.

Besonders gefährdet sind Autos, die oft an wechselnden Orten parken, etwa abwechselnd zu Hause und am Arbeitsplatz. So trägt das Fahrzeug die Duftmarken zweier Reviere. Wer kann, parkt in einer geschlossenen Garage. Ein engmaschiges Gitter oder ein Drahtrahmen unter dem Motorraum auf dem Stellplatz hält viele Marder fern, weil sie den ungewohnten Untergrund meiden. Nach einem Biss lassen Sie das Fahrzeug in der Werkstatt prüfen, angefressene Kühlwasser- oder Bremsleitungen sind ein Sicherheitsrisiko.

Rechtslage: Was Sie beim Marder dürfen und was nicht

Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht. Nach der Bundesjagdzeitenverordnung darf er nur vom 16. Oktober bis 28. Februar bejagt werden, die übrige Zeit hat er Schonzeit. Unabhängig davon verbietet das Bundesjagdgesetz, in der Setz- und Aufzuchtzeit die Elterntiere zu bejagen, solange die Jungen nicht selbstständig sind.

Hamburg hat eine Besonderheit. Nach dem Hamburgischen Jagdgesetz dürfen Eigentümer und Nutzungsberechtigte in befriedeten Bezirken, also an Wohnhäusern, auf Hofflächen und in umfriedeten Hausgärten, Steinmarder unter Beachtung der jagd-, tier- und naturschutzrechtlichen Vorschriften selbst oder durch Beauftragte fangen. Wer dafür Fanggeräte verwendet, braucht aber einen Jagdschein und muss ihn mitführen. Für die meisten Hausbesitzer heißt das in der Praxis: keine Falle ohne Jagdschein, kein Fang in der Schonzeit und nie, wenn ein Muttertier Junge versorgt. Gift ist in jedem Fall tabu.

Erlaubt und in den allermeisten Fällen auch der bessere Weg sind Vergrämung und das Verschließen von Einstiegen. Ein gefangener Marder löst das Problem ohnehin nicht, solange das Dach offen bleibt, denn das nächste Tier zieht in das frei gewordene Revier nach.

Marder vergrämen: Was in der Praxis wirkt

Vergrämen heißt, den Ruheplatz so unruhig zu machen, dass der Marder freiwillig auszieht. Marder schätzen Ruhe und einen festen Schlafplatz. Am besten wirkt deshalb Störung, die sich ständig ändert. Gehen Sie in dieser Phase täglich auf den Dachboden, poltern Sie laut, entfernen Sie Nistmaterial und reinigen Sie die Latrine. Ein Radio auf Sprachprogramm, das in den Morgenstunden läuft, wenn der Marder schlafen will, verstärkt den Effekt.

Licht ist der wirksamste technische Reiz: eine Lampe mit Bewegungsmelder direkt am Einstieg oder am Schlafplatz, die jede Nacht mehrfach auslöst. Kombinieren Sie Licht, Geräusch und Störung und wechseln Sie die Reize alle paar Tage, sonst gewöhnt sich das Tier.

Nach ein bis zwei Wochen konsequenter Vergrämung weicht der Marder meist aus. Dann beginnt der wichtigste Teil, das Verschließen. Wer an dieser Stelle aufhört, hat ihn spätestens im nächsten Winter wieder.

Beim Reinigen der Latrine tragen Sie Einmalhandschuhe und eine FFP2-Maske, denn Kot, Urin und Beutereste sind stark verschmutzt. Befeuchten Sie den Kot, statt ihn trocken zu kehren, und entsorgen Sie alles im verschlossenen Beutel im Hausmüll. Durchtränkte Dämmung oder Bretter halten den Geruch, und dieser Geruch lockt den Marder oder einen Nachfolger zurück. Stark verschmutztes Material sollte deshalb ersetzt werden, sobald das Dach dicht ist.

Hausmittel und Marderschreck: Was nichts bringt

Nach Gerüchen wird am häufigsten gefragt, und sie enttäuschen am häufigsten. Hundehaare und Katzenstreu sollen Raubtiergeruch vortäuschen, verlieren ihn aber nach wenigen Tagen. Ein Marder, der seit Wochen dort schläft, läuft dann einfach daran vorbei. WC-Steine, Mottenkugeln, Essig, Chili und Kaffeesatz riechen für Menschen stark, sind für den Marder aber nur ein weiterer Geruch ohne Gefahr dahinter. Mottenkugeln belasten zudem die Raumluft der Wohnung darunter. Wer einen Marder mit Geruch vertreiben will, erreicht mehr, wenn er die Gerüche des Marders selbst entfernt, also Latrine, Nistmaterial und Beutereste.

Ein Radio im Dauerbetrieb wird nach wenigen Nächten zu Hintergrundrauschen. Ultraschallgeräte stören anfangs, verlieren aber ihre Wirkung, auch Modelle mit wechselnder Frequenz. Die Berliner Senatsverwaltung empfiehlt sie nur bedingt, auch weil sie Hunde und Katzen belasten können. Als einer von mehreren Reizen im Wechsel können solche Geräte einen kleinen Beitrag leisten, als alleinige Maßnahme nicht.

Und zwei Dinge sind nicht nur nutzlos, sondern verboten: Gift auslegen und ohne Jagdschein Fallen stellen. Beides verstößt gegen Jagd- und Tierschutzrecht.

Marder aussperren: Einstiege in der richtigen Reihenfolge verschließen

Erst vergrämen, dann verschließen. Wer zuerst alle Löcher zumacht, sperrt das Tier ein. Ein eingeschlossener Marder versucht sich mit erheblichem Schaden einen Weg nach draußen zu bahnen oder verendet in der Dämmung. Prüfen Sie deshalb vorher, ob der Dachboden leer ist: Legen Sie Zeitungspapier oder etwas Mehl vor den Einstieg. Bleibt alles drei bis fünf Nächte unberührt, ist der Weg frei. Verschließen Sie den letzten Zugang nachts, wenn der Marder unterwegs ist.

Von März bis Juni sollten Sie grundsätzlich nicht aussperren. In dieser Zeit können Junge im Nest liegen, die noch nicht laufen. Trennt man sie von der Mutter, verhungern sie, und der Verwesungsgeruch kommt dazu. Sind Jungtiere da, warten Sie, bis die Familie den Dachboden verlassen hat.

Typische Einstiege sind die Traufe, lose Ortgangziegel, Lüftungsöffnungen, Kamindurchführungen und der Übergang zwischen Dach und Wand. Schon Öffnungen von wenigen Zentimetern reichen, Ziegel kann der Marder hochdrücken. Geschlossen wird mit Drahtgitter, Lochblech, Traufkamm oder Mörtel, nicht mit Bauschaum. Wer eine Öffnung übersieht, hat das Tier nach kurzer Zeit wieder.

Kontrollieren Sie nach dem Verschließen noch ein bis zwei Wochen. Streuen Sie innen auf dem Dachboden etwas Mehl aus und horchen Sie nachts. Tauchen neue Spuren oder Geräusche auf, gibt es einen zweiten Zugang, oder ein Tier war doch noch drin. Dann öffnen Sie den zuletzt verschlossenen Einstieg wieder, vergrämen erneut und suchen gezielt nach der übersehenen Stelle, oft am Ortgang oder an einer Kamindurchführung.

Marder im Garten vertreiben: So wird Ihr Grundstück uninteressant

Im Garten geht es um etwas anderes als im Dach. Ein Steinmarder legt nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung auf seinen nächtlichen Streifzügen im Schnitt mehr als 8 Kilometer zurück. Dass er gelegentlich über Ihr Grundstück läuft, lässt sich kaum verhindern. Ziel ist, dass er dort weder Unterschlupf noch Futter findet und deshalb nicht bleibt.

In Siedlungen nutzt der Marder Holzstöße, Steinhaufen, alte Gemäuer und Ställe als Unterschlupf, im Garten also Holzstapel, Schuppen, Gartenhäuser und Hohlräume darunter. Gehen Sie dort vor wie im Dach: erst mit wechselnden Reizen vergrämen, dann prüfen, ob das Versteck leer ist, und die Öffnungen nachts mit Drahtgitter oder einem stabilen Brett verschließen. Geharkte Sandflächen um Gartenhaus und Bäume zeigen, welche Wege das Tier nimmt. Von März bis Juni wird auch im Garten nicht ausgesperrt.

Bei der Nahrung ist der Steinmarder nicht wählerisch. Er frisst Mäuse und Ratten, Obst wie Äpfel, Pflaumen und Beeren, Vogelgelege, Eier, Aas und Hausabfälle. Sammeln Sie Fallobst auf, geben Sie keine Essensreste auf den Kompost, holen Sie Katzen- und Hundefutter abends herein und halten Sie Mülltonnen geschlossen. Hühnerställe müssen marderdicht sein und abends verschlossen werden, das ist nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung der beste Marderschutz.

Wegfangen löst das Problem nicht, denn das frei gewordene Revier besetzt ein anderer Marder. In Hamburg brauchen Sie für Fallen ohnehin einen Jagdschein, Gift ist verboten. Finden Sie junge Marder im Garten, lassen Sie sie liegen. Die Mutter holt sie in der Regel in der folgenden Nacht ab.

Marder vertreiben lassen: Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Wenn Sie nach zwei Wochen Vergrämung weiter nachts Poltern hören, die Einstiege nicht finden oder nicht sicher an Traufe und Ortgang kommen, ist ein Fachbetrieb der schnellere Weg. Wir prüfen das Dach von außen und innen, finden die Wege, vergrämen zuerst und schließen dann mit Gitter, Blech oder Mörtel. Dazu gehören die Reinigung der Latrine, eine Einschätzung, ob die Dämmung erneuert werden muss, und auf Wunsch ein Bericht mit Fotos für Hausverwaltung oder Versicherung. Heiko Kirschner ist IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer mit über 20 Jahren Berufserfahrung, wir arbeiten in Hamburg und im Umkreis von 65 Kilometern. Die Marderabwehr kostet bei uns ab 360 € inklusive Mehrwertsteuer, der Festpreis hängt von Anzahl und Lage der Einstiege ab. Eine Erstinspektion kostet 80 € und wird bei Auftrag verrechnet. Sie erreichen uns unter 040 30099110.

Vorbeugen: Kletterhilfen und Futterquellen entfernen

Marder sind ausgezeichnete Kletterer, aber sie brauchen einen Weg nach oben. Die häufigsten Kletterhilfen sind Bäume und Äste nahe am Dach, Fallrohre, Rankgitter, Efeu und Carports, die an die Hauswand anschließen. Schneiden Sie Äste zurück, die näher als zwei Meter ans Dach reichen. Fallrohre sichern Sie mit einer glatten Blechmanschette von etwa 60 Zentimetern Höhe, an der das Tier abrutscht.

Prüfen Sie einmal im Jahr, am besten im Spätwinter vor der Wurfzeit, Traufe und Ortgang auf lose oder verschobene Ziegel. Lüftungsgitter müssen fest sitzen. Wer das Dach neu decken lässt, sollte Traufkamm und Ortgangbleche gleich mit einplanen, das ist der beste Zeitpunkt für einen dauerhaften Schutz.

Katzenfutter auf der Terrasse, offener Kompost mit Essensresten und liegendes Fallobst ziehen Marder an. Häuser am Waldrand, an Kleingartenanlagen und in Siedlungen mit altem Baumbestand haben erfahrungsgemäß häufiger Besuch, in Hamburg vor allem in den Randbezirken und im Umland. Aber auch Altbauten in der Stadt mit offenen Traufen sind beliebt.

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Quellen

  1. Senatsverwaltung Berlin: Der Steinmarder
  2. Senatsverwaltung Berlin: Broschüre Wildtiere im Stadtgebiet, Der Steinmarder (PDF)
  3. Hamburgisches Jagdgesetz (HmbJagdG), § 2 Befriedete Bezirke
  4. Bundesjagdzeitenverordnung, § 1 Jagdzeiten
  5. Bundesjagdgesetz, § 22 Jagd- und Schonzeiten

Stand der Angaben: 15.10.2026. Geprüft von Heiko Kirschner.

Häufige Fragen

Marder vertreiben: häufige Fragen

Wie kann man einen Marder vertreiben?

Dauerhaft nur mit einer festen Reihenfolge: erst vergrämen, dann alle Einstiege verschließen. Für die Vergrämung wechseln Sie Licht, Geräusche und regelmäßige Störung am Schlafplatz ab und reinigen die Latrine. Kommt das Tier drei bis fünf Nächte nicht mehr, verschließen Sie die Öffnungen mit Gitter oder Blech. Von März bis Juni wird nicht ausgesperrt.

Welcher Geruch vertreibt Marder?

Dauerhaft keiner. Hundehaare, Katzenstreu, WC-Steine, Mottenkugeln, Essig oder Duftsprays wirken höchstens wenige Tage, dann hat der Marder gemerkt, dass keine Gefahr dahinter steckt. Mottenkugeln belasten zusätzlich die Raumluft. Sinnvoller ist es, Duftmarken zu entfernen, also Latrine und Nistmaterial zu beseitigen, und anschließend die Einstiege zu verschließen.

Darf man Marder fangen oder töten?

Nur sehr eingeschränkt. Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht, Jagdzeit ist vom 16. Oktober bis 28. Februar, Elterntiere mit Jungen sind geschützt. In Hamburg dürfen Eigentümer an Wohnhäusern Steinmarder zwar fangen, für Fallen brauchen sie aber einen Jagdschein. Gift ist immer verboten. Für die meisten bleiben Vergrämung und Verschließen der richtige Weg.

Wann darf man die Einstiege für Marder verschließen?

Erst wenn sicher ist, dass kein Tier mehr im Dach ist. Legen Sie Zeitungspapier oder Mehl vor die Öffnung und warten Sie drei bis fünf Nächte. Bleibt alles unberührt, verschließen Sie nachts, wenn der Marder unterwegs ist. Von März bis Juni sollten Sie nicht aussperren, weil dann Jungtiere im Nest liegen können.

Wie klingt ein Marder im Dach?

Wie eine Katze, die nachts über den Dachboden läuft: Poltern, Trappeln, einzelne Sprünge und Kratzen, meist zwischen Dämmerung und frühem Morgen. Das Geräusch ist deutlich schwerer als das Trippeln von Ratten oder Mäusen. Siebenschläfer pfeifen und rascheln eher und sind nur etwa von Mai bis Oktober aktiv.

Hilft ein Marderschreck mit Ultraschall?

Kurzfristig ja, dauerhaft selten. Marder gewöhnen sich innerhalb weniger Nächte an gleichbleibende Töne, auch Geräte mit wechselnder Frequenz verlieren an Wirkung und können Hunde und Katzen belasten. Sinnvoll ist Ultraschall nur als ein Reiz unter mehreren. Am Auto wirken Hochspannungsgeräte nach einer Motorwäsche besser, im Dach hilft auf Dauer nur der Verschluss.

Warum kommt der Marder immer wieder zurück?

Weil der Dachboden für ihn ein sicherer, warmer Ruheplatz ist und er seine eigene Duftmarke dort riecht. Solange noch eine Öffnung offen bleibt, findet er sie, und nach einem Fang zieht oft ein neues Tier ins frei gewordene Revier. Reinigen Sie die Latrine, entfernen Sie Nistmaterial und prüfen Sie Traufe, Ortgang und Lüftungsöffnungen.

Wie kommt der Marder aufs Dach?

Über Bäume, Fallrohre, Rankgitter, Efeu, Carports und Anbauten, die an die Hauswand anschließen. Äste sollten mindestens zwei Meter Abstand zum Dach haben. Fallrohre lassen sich mit einer glatten Blechmanschette von etwa 60 Zentimetern Höhe sichern. Wer die Kletterhilfen entfernt und Einstiege verschließt, macht das Dach für den Marder dauerhaft uninteressant.

Wie lange dauert es, einen Marder loszuwerden?

Mit konsequenter Vergrämung weicht der Marder meist nach ein bis zwei Wochen aus. Danach folgen drei bis fünf Nächte Kontrolle mit Papier oder Mehl und das Verschließen der Einstiege. Insgesamt sollten Sie mit zwei bis drei Wochen rechnen. Liegen Jungtiere im Nest, dauert es länger, weil Sie bis zum Auszug der Familie warten müssen.

Was kostet es, einen Marder vertreiben zu lassen?

Bei uns beginnt die Marderabwehr bei 360 € inklusive Mehrwertsteuer. Enthalten sind die Suche nach den Einstiegen, die Vergrämung und das Verschließen der Öffnungen. Der genaue Festpreis hängt davon ab, wie viele Zugänge das Dach hat und wie aufwendig sie zu erreichen sind. Eine Erstinspektion kostet 80 € und wird bei Auftrag verrechnet.

Wie vertreibe ich einen Marder aus dem Garten?

Indem Sie ihm Unterschlupf und Futter nehmen. Vergrämen Sie ihn aus Holzstapel, Schuppen oder dem Hohlraum unter dem Gartenhaus mit wechselnden Reizen, prüfen Sie mit geharktem Sand oder Mehl, ob das Versteck leer ist, und verschließen Sie die Öffnungen nachts mit Drahtgitter. Sammeln Sie Fallobst auf, holen Sie Tierfutter abends herein und sichern Sie Hühnerställe. Von März bis Juni nicht aussperren.

Wie halte ich Marder vom Grundstück fern?

Ganz fernhalten lässt sich ein Marder kaum, weil er nachts im Schnitt mehr als 8 Kilometer unterwegs ist. Entscheidend ist, dass er nicht bleibt: keine offenen Verstecke in Holzstapeln, Schuppen oder unter dem Gartenhaus, kein Katzenfutter über Nacht, kein liegendes Fallobst, keine Essensreste im Kompost und ein marderdichter, abends verschlossener Hühnerstall. Fallen sind in Hamburg nur mit Jagdschein erlaubt, Gift nie.

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