Bettwanzen in der Matratze: erkennen, suchen, behandeln

Kurz beantwortet:Bettwanzen in der Matratze sitzen in Nähten, Kedern, Knöpfen und Etiketten, am Lattenrost und in den Ecken des Bettrahmens. Erkennen Sie den Befall an schwarzen Kotpunkten, hellen Häutungshüllen und rotbraunen, flachen Tieren von 4 bis 7 mm. Die Matratze zu entsorgen hilft nicht, weil der Befall im Rahmen und im Zimmer bleibt; eine Behandlung plus Encasement ist der richtige Weg.
Bettwanzen in der Matratze erkennen
Die Matratze ist das erste Versteck, das Bettwanzen besiedeln, weil sie nachts am nächsten an ihrer Nahrung sind. Aber sie sitzen nicht im Inneren des Schaums oder der Federn, sondern außen an der Oberfläche, überall dort, wo eine Kante, ein Saum oder eine Falte Schutz bietet. Deshalb ist die Suche einfacher, als viele denken: Sie müssen die Matratze nicht aufschneiden, sondern nur ihre Ränder gründlich ansehen.
Drei Zeichen verraten den Befall. Erstens schwarze bis dunkelbraune Kotpunkte, wie Filzstiftpunkte, meist in kleinen Gruppen entlang der Nähte. Auf einem feuchten Tuch verlaufen sie rostbraun. Zweitens helle, durchscheinende Häutungshüllen in Form einer leeren, flachen Wanze, 1 bis 5 mm groß. Drittens die Tiere selbst: Erwachsene Bettwanzen sind 4 bis 7 mm groß, rotbraun, oval und so flach, dass sie in eine Kreditkartenritze passen. Nach dem Saugen sind sie dunkler und länglicher. Nymphen sind kleiner und heller, frisch geschlüpfte fast durchsichtig.
Dazu kommen die Stiche: rote Quaddeln in Reihen oder Gruppen an Armen, Hals, Gesicht und Beinen, die nach jeder Nacht im eigenen Bett neu hinzukommen. Wer Stiche hat, aber an der Matratze nichts findet, sollte weitersuchen: Bei älteren Befällen sitzen die Tiere oft gar nicht mehr an der Matratze, sondern am Lattenrost, hinter dem Kopfteil oder in der Wand.
Ein Hinweis für alle, die nach „Milben im Bett erkennen“ suchen: Was Sie mit bloßem Auge in der Matratze sehen, sind keine Milben. Hausstaubmilben sind unsichtbar klein. Sichtbare Tiere im Bett sind Bettwanzen, Käferlarven oder gelegentlich Flöhe.
Bettwanzen, Hausstaubmilben oder Speckkäferlarven im Bett?
Hausstaubmilben leben in jeder Matratze, in jedem Kissen und in jeder Bettdecke. Sie sind 0,1 bis 0,3 mm groß, also nicht sichtbar, und sie ernähren sich von Hautschuppen. Sie stechen nicht und hinterlassen keine sichtbaren Spuren. Wer auf Hausstaubmilben reagiert, hat morgens eine verstopfte Nase, tränende Augen oder Husten, manchmal Ekzeme, aber keine Stichreihen. Gegen Hausstaubmilben helfen Encasements, Waschen bei 60 °C und ein Allergologe, kein Kammerjäger.
Speckkäferlarven und Teppichkäferlarven sind die zweite häufige Verwechslung. Die Larven sind länglich, braun, dicht behaart und bis etwa 1 cm lang. Sie krabbeln langsam und sind gut sichtbar, oft am Bettrand, unter dem Bett oder im Wollteppich davor. Sie fressen Keratin: Hautschuppen, Haare, Wolle, Federn. Sie stechen nicht, aber ihre feinen Härchen können bei empfindlichen Menschen eine juckende Hautreizung auslösen, die Stichen ähnelt. Wenn Sie ein behaartes, wurmartiges Tier finden, sind es Käferlarven, keine Bettwanzen. Die Behandlung unterscheidet sich, den Festpreis dafür nennen wir am Telefon.
Bettwanzen sind von beiden leicht zu unterscheiden. Sie sind flach, oval, ohne Haare, rotbraun und bewegen sich zügig, wenn man sie mit Licht aufscheucht. Sie hinterlassen die charakteristischen schwarzen Kotpunkte und Häutungshüllen. Und sie verursachen Stiche in Reihen. Wer diese Kombination findet, hat Gewissheit.
Eine Faustregel für den Blick ins Bett: unsichtbar und Allergie, das sind Milben. Behaart und krabbelnd, das sind Käferlarven. Flach, rotbraun, mit schwarzen Punkten drumherum, das sind Bettwanzen.
Bettwanzen
- 4–7 mm, rotbraun, flach, mit bloßem Auge sichtbar
- Schwarze Kotpunkte und Häutungshüllen in Nähten
- Stiche in Reihen nach dem Schlafen
- Süßlicher Geruch bei starkem Befall
Hausstaubmilben
- 0,1–0,3 mm, unsichtbar
- Keine Stiche, keine sichtbaren Spuren
- Allergie: Schnupfen, Augen, Husten
- In jeder Matratze vorhanden
Speckkäferlarven
- Bis 1 cm, länglich, braun behaart
- Krabbeln sichtbar, meist am Bettrand
- Fressen Hautschuppen, Haare, Wolle
- Härchen können Hautreizung auslösen
Wo genau suchen: Nähte, Knöpfe, Lattenrost, Rahmen
Nehmen Sie eine helle Taschenlampe, eine alte Kreditkarte zum Aufspreizen von Ritzen und Klebeband zum Sichern von Funden. Suchen Sie bei Tageslicht, aber mit Lampe, weil die Tiere in den Schatten der Nähte sitzen. Am besten arbeiten Sie zu zweit, weil Matratze und Lattenrost bewegt werden müssen.
Beginnen Sie mit der Matratze. Ziehen Sie Bezug und Laken ab. Gehen Sie die Kedernaht, also den umlaufenden Saum, an allen vier Seiten oben und unten mit dem Licht ab und ziehen Sie sie mit den Fingern auseinander. Prüfen Sie die Steppnähte auf der Oberfläche, jeden Knopf und jede Vertiefung, das eingenähte Etikett und die Griffe an den Seiten. Drehen Sie die Matratze um und wiederholen Sie das auf der Unterseite. Bei Topper und Matratzenschoner gilt dasselbe. Besonders ergiebig sind das Kopfende und die Seite zur Wand.
Dann der Lattenrost. Heben Sie ihn aus dem Rahmen und drehen Sie ihn um. Bettwanzen sitzen in den Kunststoffkappen, die die Latten halten, an den Verbindungen der Leisten, unter den Auflagen und in den Schraublöchern. Das ist bei fortgeschrittenen Befällen oft das Hauptversteck, weil dort niemand hinsieht. Danach der Bettrahmen: alle Innenecken, Schraubverbindungen, Steckverbindungen, die Rückseite des Kopfteils und die Stelle, wo das Kopfteil an der Wand anliegt. Bei Boxspringbetten müssen Sie die Unterseite der Box abnehmen, was ein Fachbetrieb mit übernimmt.
Zum Schluss der Umkreis: Fußleisten hinter dem Bett, Steckdosen und Lichtschalter in Bettnähe, Bilderrahmen, Nachttisch mit allen Schubladen, Vorhangsäume, Ritzen im Parkett. Bettwanzen bleiben meist innerhalb von wenigen Metern um den Schlafplatz. Markieren Sie jeden Fundort, denn diese Karte braucht später die Behandlung.

Matratze entsorgen? Nein, behandeln und schützen
Die erste Reaktion vieler Betroffener ist, die Matratze auf die Straße zu stellen. Das ist verständlich und trotzdem fast immer falsch. Erstens sitzt der Befall nie nur in der Matratze, sondern im Lattenrost, im Rahmen, hinter dem Kopfteil und in Ritzen des Zimmers. Die neue Matratze wird innerhalb weniger Nächte wieder besiedelt. Zweitens verteilen Sie beim Tragen der Matratze durch Flur und Treppenhaus Tiere und Eier im ganzen Haus. Drittens kostet eine gute Matratze mehr als eine professionelle Behandlung, und die Behandlung erledigt das Problem im ganzen Zimmer.
Eine Matratze lässt sich in fast allen Fällen behandeln und weiterverwenden. Ein Fachbetrieb behandelt Nähte, Knöpfe und Kanten gezielt und setzt bei Bedarf Wärme ein, die alle Stadien einschließlich der Eier abtötet. Nur bei sehr alten, zerschlissenen oder stark durchsetzten Matratzen empfehlen wir die Entsorgung, und dann bitte fest in Folie verpackt und als Sperrmüll, nicht offen im Hof.
Ein Encasement ist danach die sinnvollste Investition. Das ist ein dichter, reißverschlussverschlossener Bezug, der die Matratze komplett umschließt. Tiere, die noch im Inneren sitzen, kommen nicht mehr heraus und verhungern über Monate; Tiere von außen finden keine Nähte mehr zum Verstecken. Auf dem hellen, glatten Stoff sehen Sie Kotpunkte sofort. Achten Sie auf ein Encasement, das ausdrücklich gegen Bettwanzen geeignet ist, mit feinem Reißverschluss und Abdeckung des Verschlussendes. Ein zweites Encasement für den Lattenrost oder die Box ist bei Boxspringbetten sinnvoll.
Was Sie selbst zusätzlich tun können: Bettwäsche und alles Textile bei 60 °C waschen, Matratze und Lattenrost gründlich absaugen und den Beutel sofort entsorgen, das Bett von der Wand abrücken, Bettdecke und Laken nicht bis zum Boden hängen lassen. Sprays aus dem Baumarkt und Hausmittel lassen Sie weg, sie treiben die Tiere nur tiefer in die Ritzen.
Wann zum Profi: Bettwanzenbekämpfung in Hamburg
Wenn Sie an Matratze, Lattenrost oder Rahmen Kotpunkte, Häutungshüllen oder Tiere gefunden haben, ist der Zeitpunkt für den Fachbetrieb gekommen. Bettwanzen verschwinden nicht von selbst, und mit jeder Woche wachsen Population und Verbreitung. Wir prüfen zuerst, wie weit der Befall reicht, behandeln dann Matratze, Bett und Umgebung mit einer Kombination aus Wärme und zugelassenen Mitteln und kommen nach etwa zwei Wochen wieder, weil die Eier gegen die meisten Mittel unempfindlich sind. Insgesamt sind es in der Regel zwei bis drei Behandlungen. Details stehen auf unserer Leistungsseite zur Bettwanzenbekämpfung; sie kostet ab 430 € inklusive Mehrwertsteuer, eine reine Erstinspektion 80 €, die bei Auftrag verrechnet wird. In Hamburg und im Umland sind wir meist noch am selben Tag da.
Wenn Sie beim Absuchen nichts gefunden haben, aber weiter Stiche bekommen, lohnt sich ebenfalls eine Inspektion. Mit Erfahrung und dem richtigen Werkzeug finden wir Verstecke, die bei der Suche mit der Taschenlampe verborgen bleiben, etwa in Boxspringbetten, unter Teppichkanten oder in der Wand hinter dem Kopfteil.
Vorbeugen: die Matratze dauerhaft schützen
Ein Encasement um Matratze und Lattenrost ist die einfachste Vorbeugung, gerade für Menschen, die viel reisen oder in Mehrfamilienhäusern wohnen. Es nimmt den Tieren die Verstecke und macht Kontrollen zur Sache von Sekunden. Beim Bettwäschewechsel werfen Sie einen Blick auf die Nähte und in die Ecken des Rahmens. Ein Bettgestell mit glatten Oberflächen und wenigen Ritzen ist leichter zu kontrollieren als eines mit vielen Steckverbindungen und Polstern.
Stellen Sie nach Reisen den Koffer nicht ins Schlafzimmer und packen Sie ihn auf glattem Boden aus. Gebrauchte Matratzen, Lattenroste und Bettgestelle sollten Sie nur übernehmen, wenn Sie sie vorher an allen Nähten und Verbindungen abgesucht haben; Sperrmüll vom Straßenrand bleibt draußen. Wer im Haus von einem Befall bei Nachbarn erfährt, kontrolliert das eigene Bett in den folgenden Wochen häufiger. So bleibt ein Befall, falls er kommt, klein und schnell erledigt.