Kakerlaken erkennen: Küchenschabe, Eier, Kot und Spuren

Kurz beantwortet:Kakerlaken erkennen Sie an flachen, braunen Körpern mit langen Fühlern, die nachts in Küche und Bad flüchten, wenn Licht angeht. Die Deutsche Schabe (Küchenschabe) ist 12–15 mm groß mit zwei dunklen Längsstreifen hinter dem Kopf. Typische Spuren sind Kot wie Kaffeesatz, braune Eipakete und ein süßlich-muffiger Geruch.
Kakerlaken erkennen: Aussehen, Kot, Eier und Spuren
Kakerlaken, fachlich Schaben, haben einen flachen, ovalen Körper, lange Fühler und sechs kräftige Beine mit Dornen. Sie sind flink und verschwinden innerhalb einer Sekunde in einer Ritze, sobald das Licht angeht. In deutschen Wohnungen kommen vor allem drei Arten vor. Die Deutsche Schabe, umgangssprachlich Küchenschabe, ist die häufigste. Sie wird 12–15 mm groß, ist hellbraun bis bernsteinfarben und trägt zwei deutliche dunkle Längsstreifen auf dem Halsschild, dem Bereich direkt hinter dem Kopf. Die Orientalische Schabe ist deutlich größer, bis 25 mm, und dunkelbraun bis schwarz mit glänzender Oberfläche. Sie bewegt sich langsamer und bevorzugt feuchte, kühle Bereiche wie Keller, Abflüsse, Müllräume und Versorgungsschächte. Die Männchen haben Flügel, die den Hinterleib nicht ganz bedecken, die Weibchen nur Flügelstummel. Fliegen kann keine der beiden.
Die Braunbandschabe ist etwa 10–14 mm groß und hellbraun mit zwei helleren Querbändern auf dem Hinterleib. Sie ist seltener, aber tückisch, weil sie nicht an Küche und Bad gebunden ist. Sie lebt auch in Schlafzimmern, hinter Bilderrahmen, in Elektrogeräten und Möbeln, weil sie trockenere und wärmere Orte mag. Jungtiere, sogenannte Nymphen, sehen aus wie kleine Ausgaben der erwachsenen Tiere, aber ohne Flügel. Bei der Deutschen Schabe sind frisch geschlüpfte Nymphen nur 2–3 mm groß und fast schwarz. Wer viele kleine dunkle Tiere sieht, hat in der Regel einen bereits etablierten Befall mit Nachwuchs.
Weil Schaben nachtaktiv sind und sich tagsüber verstecken, sehen Sie oft zuerst die Spuren. Kakerlaken-Kot sieht aus wie gemahlener Kaffee oder grober Pfeffer: kleine, dunkle Körnchen, die sich an Laufwegen sammeln. Bei größeren Arten sind es kleine, längliche Zylinder mit stumpfen Enden. Typische Fundorte sind Schrankecken, die Rückseite von Herd und Kühlschrank, Scharniere von Küchenschränken, Kabelkanäle und die Ecken von Schubladen. An senkrechten Flächen bilden sich dunkle Schmierstreifen. Die Eier legen Schaben nicht einzeln, sondern in Eipaketen, den Ootheken. Bei der Deutschen Schabe ist die Oothek etwa 6–9 mm lang, hellbraun, leicht gebogen und sieht aus wie eine kleine Bohne mit feiner Rippung. Das Weibchen trägt sie am Hinterleib, bis die 30 bis 40 Nymphen kurz vor dem Schlupf sind. Die Orientalische Schabe legt ihre dunkelbraune, etwa 10 mm lange Oothek früh ab, oft in Ritzen nahe einer Nahrungsquelle. Leere Eipakete sind eine harte, hohle Hülle.
Weitere Spuren sind abgestreifte Häute der Nymphen, die wie durchsichtige, leere Schabenkörper aussehen, tote Tiere in Schrankecken und ein süßlich-muffiger, öliger Geruch bei starkem Befall. Dieser Geruch stammt von den Kotpheromonen, mit denen Schaben ihre Verstecke markieren. Wer ihn einmal gerochen hat, erkennt ihn wieder. Der sicherste Nachweis ist einfach: Gehen Sie nachts nach zwei bis drei Stunden Dunkelheit in die Küche und schalten Sie schlagartig das Licht ein. Wenn Schaben da sind, sehen Sie sie wegrennen. Ergänzend helfen Klebefallen, die wir später beschreiben.
Verwechslungsgefahr: Küchenschabe oder Waldschabe?
Nicht jede Schabe im Haus ist ein Grund zur Sorge. Die Bernstein-Waldschabe und ihre Verwandten leben im Freien in Laub, Gebüsch und Hecken. Sie werden vom Licht angezogen und fliegen im Sommer durch offene Fenster oder landen auf dem Balkon. Waldschaben sehen der Deutschen Schabe auf den ersten Blick ähnlich: etwa 10–14 mm groß, hellbraun, lange Fühler. Der entscheidende Unterschied: Waldschaben haben keine dunklen Längsstreifen auf dem Halsschild, und sie fliegen, vor allem am Tag.
Weitere Unterschiede zeigen sich im Verhalten. Eine Waldschabe sitzt tagsüber gut sichtbar an der Wand, am Fenster oder an der Lampe und wirkt eher träge. Eine Deutsche Schabe versteckt sich und flüchtet blitzschnell ins Dunkle. Waldschaben können sich in Wohnungen nicht fortpflanzen, weil ihnen Feuchtigkeit und Nahrung fehlen. Sie sterben nach wenigen Tagen. Wenn Sie über Wochen immer wieder einzelne fliegende Schaben im Sommer sehen, ist es fast sicher die Waldschabe.
Auch andere Insekten werden für Kakerlaken gehalten: Silberfische in Bad und Küche sind silbrig, schuppig und haben drei lange Schwanzborsten. Käfer wie der Speckkäfer oder Brotkäfer sind gedrungener, gewölbt und haben harte Deckflügel. Ohrwürmer haben Zangen am Hinterleib.
Im Zweifel sichern Sie das Tier in einem Glas oder auf Klebeband und schicken uns ein Foto. Die Bestimmung ist kostenlos, und in vielen Fällen können wir Entwarnung geben.
Deutsche Schabe
- 12–15 mm, hellbraun
- Zwei dunkle Längsstreifen am Halsschild
- Küche, Bad, hinter Kühlschrank und Spülmaschine
- Vermehrt sich sehr schnell, Eipaket wird getragen
Orientalische Schabe
- Bis 25 mm, dunkelbraun bis schwarz
- Wirkt glänzend, läuft langsamer
- Keller, Abflüsse, Schächte, feuchte Bereiche
- Eipaket wird früh abgelegt
Waldschabe
- Etwa 10–14 mm, hellbraun, ohne Streifen
- Fliegt tagsüber ins Haus, sitzt am Fenster
- Vermehrt sich nicht in Wohnungen
- Harmlos, stirbt drinnen nach wenigen Tagen
Sind Kakerlaken gefährlich und woher kommen sie?
Kakerlaken beißen nicht, aber sie sind hygienisch ein ernstes Problem. Sie laufen über Abfälle, Abflüsse und Kot und danach über Arbeitsflächen, Geschirr und Lebensmittel. Dabei können sie Keime übertragen, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Ihr Kot, ihre Häute und Sekrete gehören außerdem zu den bekannten Auslösern von Allergien und Asthma, besonders bei Kindern. In Gastronomie und Lebensmittelbetrieben ist ein Schabenbefall ein Hygienemangel, der behördlich beanstandet werden kann.
Schaben kommen selten durch das Fenster. Die typischen Wege sind: eingeschleppt in Kartons, Gebrauchtgeräten, Lebensmittelverpackungen, Koffern nach der Reise oder mit Lieferungen aus dem Großhandel. In Mehrfamilienhäusern wandern sie über Versorgungsschächte, Steigleitungen, Abflüsse und Kabeldurchführungen von einer Wohnung in die nächste. Ein Befall in einem Restaurant im Erdgeschoss kann sich so über das ganze Haus verteilen.
Was Schaben brauchen, ist Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung. Deshalb sitzen sie bevorzugt hinter dem Kühlschrank, unter der Spülmaschine, hinter dem Herd, im Kasten der Spüle und in Ritzen an Warmwasserleitungen. Krümel, Fettspritzer, offene Vorräte, Tierfutter und nasse Spüllappen reichen ihnen völlig.
Ein Schabenbefall verschwindet nicht von allein. Die Deutsche Schabe kann unter guten Bedingungen innerhalb weniger Monate aus einem eingeschleppten Eipaket eine Population von mehreren hundert Tieren aufbauen. Je früher Sie handeln, desto kleiner der Aufwand.

Selbst handeln: Was hilft, was nicht
Das Erste, was Sie tun sollten, ist Monitoring. Stellen Sie Klebefallen für Schaben auf: hinter Kühlschrank, unter Spüle, neben Herd, hinter der Spülmaschine, im Bad hinter der Toilette. Nach zwei bis drei Nächten sehen Sie, welche Art es ist, wie viele Tiere unterwegs sind und wo das Zentrum sitzt. Diese Information ist für jede Bekämpfung Gold wert, auch für uns. Klebefallen allein beseitigen den Befall aber nicht.
Zweitens: Nahrung entziehen. Lebensmittel in dicht schließende Behälter, Krümel und Fett täglich wegwischen, Müll abends rausbringen, Tierfutter nicht über Nacht stehen lassen, Spüle trocken wischen, Abflüsse abdecken. Schaben können lange hungern, aber ohne Wasser halten sie nur wenige Tage durch. Undichte Stellen unter der Spüle sollten Sie deshalb reparieren.
Drittens: Verstecke schließen. Silikon in Ritzen an Sockelleisten, um Rohrdurchführungen und hinter Küchenschränken nimmt den Tieren Rückzugsorte. Kartons und Papiertüten sollten nicht in der Küche gelagert werden, weil Schaben sie als Unterschlupf und Eiablageplatz nutzen.
Was nicht hilft: Sprays aus dem Baumarkt. Sie töten die Tiere, die Sie sehen, und vertreiben den Rest in benachbarte Räume oder Wohnungen. Die Eipakete überstehen die Behandlung. Danach ist der Befall verteilt statt beseitigt. Auch Hausmittel wie Backpulver, Lorbeer oder ätherische Öle beseitigen keinen etablierten Befall. Frei verkäufliche Köder-Gele können bei einem sehr kleinen, frühen Befall funktionieren, wenn sie korrekt an den Laufwegen platziert werden. Sobald Sie tagsüber Tiere sehen oder Nymphen finden, ist das Stadium für Eigenversuche vorbei.
Wann zum Profi: Schaben bekämpfen in Hamburg
Ein Schabenbefall gehört in professionelle Hände, sobald Sie mehr als ein einzelnes Tier sehen, Kotspuren oder Eipakete finden oder in einem Mehrfamilienhaus wohnen. Wir arbeiten mit Fraßködern in Gelform, die gezielt an Laufwegen und Verstecken platziert werden. Die Tiere fressen den Köder, tragen ihn ins Versteck und geben ihn über Kot und Kannibalismus an die anderen weiter. So erreichen wir auch die Tiere, die nie herauskommen. Ergänzend setzen wir Klebefallen zur Erfolgskontrolle ein.
Schaben bekämpfen wir zum Festpreis von 430 € inklusive MwSt. Darin sind 2–3 Behandlungen enthalten, weil die aus Eipaketen nachschlüpfenden Nymphen in einem zweiten und gegebenenfalls dritten Durchgang erfasst werden müssen. Eine einzelne Behandlung reicht bei Schaben praktisch nie. Nach dem Einsatz können Sie Küche und Bad normal nutzen; wir sagen Ihnen genau, wo die Köderstellen sind und was Sie beim Putzen beachten sollten.
In Hamburg und im Umland sind wir meist noch am selben Tag da. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, informieren Sie zusätzlich die Hausverwaltung, denn eine Behandlung nur in Ihrer Wohnung hält nicht, wenn die Nachbarwohnung oder das Restaurant im Erdgeschoss die Quelle ist. Wie die professionelle Schabenbekämpfung im Detail abläuft, steht auf unserer Leistungsseite.
Kakerlaken vorbeugen
Kontrollieren Sie Lieferungen, Gebrauchtgeräte und Kartons, bevor sie in die Küche kommen, und entsorgen Sie Verpackungen sofort. Nach Reisen packen Sie den Koffer im Bad aus und prüfen die Ecken. Halten Sie die Küche trocken: Spüle abends abwischen, kein stehendes Wasser in Blumenuntersetzern, undichte Armaturen reparieren. Lebensmittel und Tierfutter gehören in verschlossene Behälter, Müll abends raus.
In Mehrfamilienhäusern lohnt es sich, Rohrdurchführungen und Ritzen zu Nachbarwohnungen abzudichten und im Keller Ordnung zu halten. Wer in einem Haus mit Gastronomie wohnt, kann eine Klebefalle als Dauer-Monitoring hinter dem Kühlschrank lassen. So bemerken Sie einen neuen Befall, bevor er sich etabliert, und die Bekämpfung bleibt klein.